Gipfeltreffen

Wien wird drei Tage lang zum Zentrum der Bergwelt

Bergkrone
16.09.2026 09:00

Große Namen, brennende Fragen und jede Menge Bergleidenschaft: Von 25. bis 27. September feiern die „Internationalen Bergtage Wien“ ihre Premiere. Mit Peter Habeler, Gerlinde Kaltenbrunner, Babsi Zangerl und Alexander Huber kommen gleich mehrere Größen des Alpinismus in die Bundeshauptstadt. Doch es geht nicht nur um große Abenteuer – sondern auch um die Zukunft unserer Berge.

Wien und Alpinismus? Das passt besser zusammen, als man auf den ersten Blick glauben könnte. Schließlich reichen viele Wurzeln der österreichischen Bergsteigerbewegung bis in die Bundeshauptstadt zurück. Genau dort wollen der Alpenverein Austria und die Naturfreunde Wien nun ein neues Kapitel aufschlagen: Von Freitag, 25., bis Sonntag, 27. September, finden erstmals die Internationalen Bergtage Wien statt.

Und schon der Auftakt im Wiener Rathaus hat es in sich. Am Freitagabend treffen mit Peter Habeler, Gerlinde Kaltenbrunner, Babsi Zangerl und Alexander Huber vier Persönlichkeiten aufeinander, die den modernen Alpinismus auf ganz unterschiedliche Weise geprägt haben.

Im Mittelpunkt steht außerdem die Verleihung des internationalen Paul-Preuß-Preises 2026 an den slowakischen Spitzenalpinisten Igor Koller.

Doch die Bergtage wollen weit mehr sein als ein Treffen berühmter Namen. Am Samstag wird im Vereinshaus des Alpenverein Austria unter dem Titel „Alpinismus im Wandel“ über jene Veränderungen gesprochen, die Bergsteiger längst unmittelbar erleben: schmelzende Gletscher, veränderte Routen, neue alpine Gefahren, Mobilität und nachhaltiger Tourismus.

Auch modernes Risikomanagement im Zeichen des Klimawandels sowie die Zukunft der Bergsteigerdörfer stehen auf dem Programm. Denn der Klimawandel verändert nicht nur das Landschaftsbild. Gletscherverlust beeinflusst Routen, Risiken und alpine Infrastruktur – und stellt damit auch Vereine, Hüttenbetreiber und Bergsteiger vor völlig neue Herausforderungen. Die Veranstalter wollen deshalb Wissenschaft, Politik, Tourismus und Alpinisten an einen Tisch bringen.

Zum Abschluss wird es am Sonntag sportlich: Beim Naturfreunde-Tag feiert die Kletterhalle Wien ihren 20. Geburtstag. Zwischen Sportklettern, Bouldern, Slackline und Orientierungslauf dürfen Besucher selbst aktiv werden. 

So wird Wien für drei Tage vielleicht nicht zur höchsten, aber zumindest zur bergigsten Hauptstadt Österreichs.

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