Nach einer OP oder bei notwendiger Wundpflege kann die medizinische Hauskrankenpflege für daheim verordnet werden. Das erspart mühsame Ambulanzbesuche.
Zuckerkrank! Das war ein Riesenschock für die 89-jährige Herta M., als der Hausarzt bei ihr „Diabetes mellitus“ diagnostizierte. Und dann auch noch eine akute Überzuckerung im Dezember 2024.
Glück im Unglück: Obwohl Herta M. auch bei laufender Behandlung im Spital ihr diabetischer Fuß noch zu schaffen machte, konnte sie bereits nach wenigen Tagen wieder nach Hause. Der entlassende Arzt hatte ihr nämlich eine „Medizinische Hauskrankenpflege“ verordnet. Herta M. hat zuvor noch nie von dieser – für sie kostenlosen – Leistung gehört. Noch bevor sie das Krankenhaus verließ, organisierte das Entlassungsmanagement bereits ganz unbürokratisch die medizinische Hauskrankenpflege der FSW-Pflege- und Betreuungsdienste für sie.
Medizinisch-pflegerische Versorgung im eigenen Zuhause
„Ich war so erleichtert, wieder nach Hause zu können. Am liebsten bin ich einfach in meinen eigenen vier Wänden“, sagt sie. Gleichzeitig beschäftigte Herta M. die Sorge um ihre Wunde: „Ich hatte Angst, dass sich etwas entzündet oder ich etwas falsch mache.“
Diese Sorge war rasch beseitigt: Bereits am Tag nach der Entlassung kam eine diplomierte Pflegefachkraft zu ihr nach Hause. Ihr Fuß, bei dem durch den ständig erhöhten Blutzuckerspiegel die Nerven- und Blutgefäße geschädigt waren, konnte so einfach in ihrer Wohnung in Simmering professionell behandelt werden: ohne mühsame Fahrten in die Ambulanz und lange Wartezeiten! Dreimal pro Woche wurde ihre Wunde professionell versorgt und der Heilungsverlauf kontrolliert.
Rasch merkte die Seniorin, dass sich die schmerzhaften und schlecht abheilenden Wunden dank der medizinisch-pflegerischen Versorgung besserten. Das spürte sie auch durch mehr Lebensqualität und Beweglichkeit.
„Es war ein gutes Gefühl zu wissen, dass jemand kommt, auf den ich mich verlassen kann und dass ich mit meinen Sorgen nicht allein bin“, erinnert sich die Seniorin.
Medizinische Hauskrankenpflege – wie bekomme ich sie?
Wenn der Arzt – so wie bei Herta M. – einen Bedarf für Pflegeleistungen erkennt, kann er medizinische Hauskrankenpflege verordnen. Hinter der medizinischen Hauskrankenpflege steht ein Team speziell geschulter Pflegeexpert:innen. Sie übernehmen die Versorgung komplexer Wunden, Stoma-, Fistel- oder Katheterpflege, sorgen für die Verabreichung von speziellen Injektionen bzw. Infusionen oder künstlicher Ernährung. So erhalten Patient:innen nach einem Krankenhausaufenthalt – oder sogar stattdessen – eine medizinisch-pflegerisch hochwertige Versorgung direkt zu Hause.
Die Anordnung gilt zunächst für maximal 28 Kalendertage und ist bei Bedarf nach chefärztlicher Bewilligung verlängerbar. Die Kosten dafür trägt der jeweilige Sozialversicherungsträger.
Einfach medizinische Hauskrankenpflege vereinbaren
Wer in Wien wohnt und eine solche Anordnung erhalten hat, meldet sich am besten direkt bei der Mobilen Hauskrankenpflege des FSW (werktags von 7:30 – 15:30 Uhr unter 01/24 5 24 – 30 300) und vereinbart einen persönlichen Besuchstermin daheim. Dann kommt die professionelle Pflegekraft zum vereinbarten Zeitpunkt vorbei und übernimmt die notwendige Versorgung. Das erspart langwierige Arzt- oder Ambulanzbesuche bzw. stationäre Aufenthalte und gibt den Betroffenen die Sicherheit, zu Hause bestens versorgt zu sein.