Ein nicht bekannter Abgeltungspreis zwischen der Osttiroler Investment GmbH (OIG) und den Kalser Bergbahnen ist der Liste Fritz weiter ein Dorn im Auge. Das Land Tirol geht in Revision.
Weiter nicht ans Aufgeben denkt die Liste Fritz mit Klubobmann Markus Fritz in der Causa rund um eine Beteiligung der OIG, eine Tochtergesellschaft der Felbertauernstraßen AG, an den Kalser Bergbahnen der Schultz Gruppe. Wie berichtet, wurde eine Beteiligung von rund sechs Mio. Euro abgeschlossen. Zehn Jahre später gab es die Trennung. Die OIG klagte auf 5,7 Mio. Euro, im Jahr 2025 gab es schließlich einen Vergleich. Die Liste Fritz kritisierte im Mai, dass der Abtretungspreis nie veröffentlicht wurde.
Damals wurden Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse als Grund für das Geheimhalten angegeben. Die Liste Fritz zog vor Gericht und bekam Recht. „Die Verweigerung des Zugangs zu dieser Information verhindert eine Kontrolle und widerspricht dem verfassungsrechtlich normierten Grundsatz der Transparenz staatlicher Verwaltung“, argumentierte die Richterin.
Die Landesregierung spielt sich zum Schutzpatron des Schultz-Konzerns auf, anstatt der Bevölkerung offen zu sagen, was sie mit ihrem Steuergeld macht.

Markus Sint, Klubobmann Liste Fritz
Bild: Christof Birbaumer
Das Land Tirol erklärte bereits im Mai auf Anfrage der „Krone“, dass man mögliche Schritte prüfen wolle. Dies geschah bereits vor dem Urteil des Gerichts.
Land Tirol geht in Revision, Kritik an Geheimhaltung
Nun folgt die nächste Runde in dieser Causa. Wie Sint berichtet, geht die Landesregierung in Revision. „Ja, der Landesregierung steht der Rechtsweg offen. Aber die schwarz-rote Landesregierung spielt sich zum Schutzpatron des Schultz-Konzerns auf, anstatt der Bevölkerung offen zu sagen, was sie mit ihrem Steuergeld macht“, kritisiert Sint.
Bei mehreren Millionen an Steuergeld dürfe „Geheimhaltung nicht zum politischen Geschäftsmodell werden“, so der Klubobmann weiter, der mehr Transparenz fordert.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.