Klub benachteiligt?

Frust nach Pleite: „Wenn kein Blut fließt …“

La Liga
31.08.2026 11:15
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Nach der 0:4-Niederlage gegen Real Madrid herrscht beim Aufsteiger FC Málaga Ärger und Frust, vor allem über die Schiedsrichterleistung. „Bei Real ist es kein Foul, solange kein Blut fließt“, wütete Málaga-Coach Juan Funes.

„Ich werde mich nicht auf den Schiedsrichter konzentrieren, denn sie (Real Madrid; Anm. d. Red.) haben viel besser gespielt. Aber man hat schon den Eindruck, dass es bei ihnen schon ein Foul ist, wenn man nur pustet, während es bei der gegnerischen Mannschaft kein Foul ist, solange kein Blut fließt. Das Gleiche ist schon gegen Atlético Madrid passiert“, wetterte der 43-Jährige am Sonntag.

Schon gegen Atletico verärgert
Bereits zum Saisonauftakt hatte Malaga eine Reise in die spanische Hauptstadt hinter sich. Beim 0:2 gegen Atletico Madrid sahen die Gastgeber zwei Gelbe Karten, Malaga hingegen drei.

Auch gegen die „Königlichen“ fiel Funes die unterschiedliche Verteilung der Verwarnungen auf. Chupe (66.) und Ramon (90.+3) wurden aufseiten Malagas mit Gelb bestraft, während sämtliche Real-Stars ohne Verwarnung davonkamen. Der Malaga-Coach legte deshalb nach: „80 Minuten lang wurden kaum Fouls zu unseren Gunsten gepfiffen, und in den letzten 10 Minuten wurde die Statistik ziemlich geschönt.“ Die Zahlen weisen am Ende neun Fouls von Malaga und sechs von Real Madrid aus.

Mourinho reagiert gelassen
Real-Trainer José Mourinho ließ sich von den Vorwürfen seines Gegenübers nicht aus der Ruhe bringen. Auf die Aussagen angesprochen, reagierte er gewohnt cool: „Der Trainer von Malaga meinte, es sei ein Foul, wenn sie unsere Spieler nur anhauchen, während sie bluten müssen, um ein Foul zu bekommen? Dazu bedarf es keiner Stellungnahme von mir.“

Für Funes und seine Mannschaft bleibt die sportliche Situation jedenfalls unangenehm. Der 43-Jährige übernahm den FC Malaga im vergangenen November und besitzt einen Vertrag bis 2029. Unter seiner Führung gelang dem Klub der Aufstieg in die La Liga. Von bislang 36 Spielen mit Funes an der Seitenlinie gingen lediglich sieben verloren.

Aktuell findet sich der Aufsteiger dennoch am Tabellenende wieder. Entsprechend gedrückt fiel auch Funes‘ Fazit nach dem 0:4 im Bernabeu aus: „Man geht nicht zufrieden vom Platz, wenn man verliert, auch wenn wir wussten, dass es schwer werden würde.“

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