Lange wurde verhandelt – schnell wurde bezahlt. Das gilt zumindest für versicherte Bauern. Einen zweistelligen Millionenbetrag hat die Hagelversicherung laut eigenen Angaben bereits an heimische Höfe überwiesen. Weiteres Geld dürfte durch die rasche Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen zeitnah fließen.
Von einem warmen Geldregen darf zwar noch keine Rede sein, immerhin fließen nach den wochenlang so zähen Verhandlungen rund um die Dürre-Hilfszahlungen mittlerweile aber bereits die ersten Millionen an die heimischen Höfe. Wie die Hagelversicherung auf Anfrage der „Krone“ bestätigt, wurde ein zweistelliger Millionenbetrag bereits ausbezahlt – weiteres Geld fließe laufend.
Das erste Geld fließt bereits auf die Höfe.
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig
„Unser europaweit beispielgebendes Modell der Dürreversicherung zeigt damit ganz konkret, dass Vorsorge wirkt und Hilfe rasch ankommt“, sagt der zuletzt vielgescholtene ÖVP-Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig. Die intensiven Verhandlungen der vergangenen zwei Wochen hätten sich ausgezahlt. „Wir handeln jetzt, damit unsere bäuerlichen Familienbetriebe durch diese Krise kommen und die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln auch in Zukunft gesichert bleibt“, so der Minister.
Gleichzeitig gebe man – auch unversicherten Bauern – mit dem Hilfspaket bald weiteren finanziellen Spielraum, damit Futter und Saatgut angeschafft werden können. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Betriebsmittel- und zur Stundung laufender Agrarinvestitionskredite – für beides stehen 100 Millionen Euro bereit – werden laut Angaben des Ministeriums per Sonderrichtlinie bzw. Erlass „zeitnah“ geschaffen.
Die 140 Millionen Euro teure Reduktion der Sozialversicherungsbeiträge soll bei den Bauern dann, wenn sie fällig werden würden, für Erleichterung sorgen – im Jänner 2027.
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