Digital-Universität

Alter Kika-Standort ist für neue IT:U heiß im Kurs

Oberösterreich
26.08.2026 18:00

Die Standortsuche für die neue Digital-Universität IT:U nimmt eine überraschende Wendung: Der alte Kika in Linz-Urfahr ist plötzlich heiß im Rennen. Während die Bundesimmobiliengesellschaft die Variante prüft, kommt von Österreichs Rektoren ein ganz anderer Vorschlag.

Dass der alte Kika-Standort im Linzer Stadtteil Urfahr viel Potenzial hat, ist seit gut einem Jahr klar. In einer vertrauten Runde wurde laut „Krone“-Informationen laut darüber nachgedacht, eine Art Startup-Zentrum in den leeren Hallen zu etablieren. Ebenso dachten die Manager einer Bank darüber nach, ihre Zentrale in dem ehemaligen Möbelhaus zu errichten – aus beiden Plänen wurde letztendlich nichts.

Jetzt gibt es eine neue Variante für die Nachnutzung des ehemaligen Kika-Möbelhauses, die auch von der Bundesimmobiliengesellschaft ernsthaft geprüft wird, wie die „Krone“ erfuhr. Laut „OÖN“ soll die neu gegründete Digital-Universität IT:U in die alten Hallen einziehen – was alleine schon städtebaulich mehrere Vorteile hätte.

In Urfahr würde in unmittelbarer Nähe des Heilhamer Parks und des neuen Einkaufszentrums Pro eine neue Mitte entstehen, auch die Anbindung an die JKU wäre optimal. Die Straßenbahnhaltestelle ist nur einen Steinwurf entfernt, auch die Trasse der neuen Stadtbahn soll dort vorbeigehen. Was ebenfalls für diese neue Variante spricht: Jener Projektentwickler, der auch dem Pro erfolgreich neues Leben einhauchte, zieht bei der alten Kika-Filiale die Fäden. Wie geht es jetzt offiziell weiter?

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Wer Weltspitze will, darf nicht im Schneckentempo entscheiden.

Landeshauptmann Thomas Stelzer, ÖVP

Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP), der sich für die IT:U einsetzt, kann dem Projekt durchaus etwas abgewinnen: „Ob das aktuell in Diskussion stehende Gebäude tatsächlich geeignet ist, müssen jetzt die zuständigen Experten prüfen.“ Ganz generell fordert er den Bund auf, in der Sache endlich Gas zu geben.

Der Landeshauptmann ergänzt: „Wer Weltspitze will, darf nicht im Schneckentempo entscheiden.“ Die Rektoren der Unis, die sogenannte Universitätskonferenz, hat einen anderen Vorschlag: Sie will keine Eigenständigkeit der IT:U und schlägt eine Eingliederung in die Kepler Universität vor.

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