Haupteinfallstor
Dutzende Flüchtlinge vor Kreta aus Booten gerettet
Die Küstenwache hat am Dienstag vor der Südküste der griechischen Insel Kreta erneut Dutzende Flüchtlinge aus zwei Schlauchbooten gerettet. Die Ankünfte nehmen in den letzten Tagen deutlich zu.
Bei einem „umfangreichen Such- und Rettungseinsatz“ seien 85 Migranten in den Hafen von Kali Limenes gebracht worden, wo sie registriert würden, berichtete die griechische Nachrichtenagentur ANA am Dienstag.
Demnach wurden die beiden Schlauchboote von einer Drohne der EU-Grenzschutzbehörde Frontex entdeckt, woraufhin ein Patrouillenboot der Küstenwache die Menschen aus Seenot rettete.
Haupteinfallstor für Bootsflüchtlinge
Kreta und die noch etwas südlicher gelegene Insel Gavdos sind in Griechenland zum Haupteinfallstor für Bootsflüchtlinge geworden, die zumeist von Libyen aus in See stechen. In den vergangenen Tagen wurden dort Hunderte Menschen von Booten gerettet.
Da es auf Kreta nur eine provisorische Einrichtung zur Unterbringung der Flüchtlinge gibt, werden sie auf verschiedene Inseln in der Ägäis gebracht, wo über ihren Asylantrag entschieden wird. Die Regierung will auf Kreta bald ein neues Aufnahmezentrum einrichten.

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