Nach der Schließung der Volksschule Schwarzstraße und Diskussionen in Zell am See und Lend wurde das Poly Neumarkt „stillgelegt“. Eine Veränderung gibt es auch bei der HAK in Salzburg. Aus zwei Standorten wurde eine Mega-Schule.
Salzburg steht kurz vor dem Start in das neue Schuljahr. Dabei wurde die Auswahl der möglichen Bildungseinrichtungen für die Schüler heuer knapper, denn gleich mehrere Änderungen und geschlossene Standorte machen den Herbst besonders spannend.
Wir hatten Glück, dass sich genügend Lehrer gefunden haben und auch die Schule in Embach bestehen bleibt.
Sandra Moosbrugger, Direktorin der Volksschule Lend mit zwei Standorten
So wurde völlig überraschend das Poly in Neumarkt stillgelegt – wie lediglich zwei Sätze auf der Schulhomepage verraten. Theoretisch könnte der Standort irgendwann wieder aufsperren – doch das ist laut der Lehrergewerkschaft Salve so gut wie unmöglich, denn das Sekretariat ist geschlossen und sowohl die Lehrer als auch der Direktor seien bereits an anderen Standorten im Einsatz.
Weniger überraschend, aber umso tragischer war das Aus für die Volksschule in der Schwarzstraße in der Stadt Salzburg. Dem Ende der katholischen Privatschule sind sieben Jahre der Diskussionen vorausgegangen – im Endeffekt wurden hier die Tore zum Start der Sommerferien für immer geschlossen. In einem eigens von den Schülern kreierten Rap hieß es beim Abschlussfest „Die Zeit unserer Schule ist jetzt vorbei.“ Die letzten verbliebenen Klassen übersiedeln deshalb zum Campus Borromäum.
Eher administrativer Natur sind hingegen die Änderungen bei der Handelsakademie in Salzburg-Lehen. Die Fusion der beiden direkt nebeneinander liegenden Standorte ist nach einem Jahr abgeschlossen. Der neue Wirtschaftscampus ist für 1100 Schüler ausgelegt. „Es war nicht mehr zeitgemäß, dass zwei Schulen vom gleichen Schultyp Tür an Tür existieren“, meint Bildungslandesrätin Daniela Gutschi dazu.
Wo Schulschließungen abgewendet wurden
Großes Aufatmen in Lend: Die Mini-Volksschule im Ortsteil Embach stand schon vor der Schließung, kann nun aber doch weiter bestehen. Direktorin Sandra Moosbrugger legte sich für ihre beiden Volksschulen ordentlich ins Zeug. In Embach starten 25 Kinder in den Herbst, in Lend sind es 26.
Und in Zell am See laufen beim Schulzentrum, das wegen Baumängel in der Kritik stand, die Bauarbeiten auf Hochtouren. Die Kinder der Musik-Mittelschule starten eine Woche später. Die Volksschule übersiedelt für ein Jahr in Container nach Schüttdorf.
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