Frau verurteilt

Mit Facebook-Kommentar Holocaust geleugnet

Salzburg
25.08.2026 18:32

„Ach, ja, die Holocaust-Lüge“: Dieser Kommentar unter einem Facebook-Beitrag eines Handelskonzerns brachte eine Salzburgerin (58) am Dienstag im Landesgericht vor die Geschworenen. Dabei legte sie ein Geständnis ab: Sie habe sich im Netz von Verschwörungstheorien beeinflussen lassen.

Der Handelskonzern hatte auf seiner Facebook-Seite in einem Beitrag über Holocaust-Überlebende berichtet. Dieses Posting nahm die 58-Jährige zum Anlass, um den Völkermord der Nazis zu leugnen. Das ist in Österreich nach dem Verbotsgesetz Paragraf 3h verboten und unter Strafe gestellt. Der Kommentar reichte, um eine historische Tatsache zu leugnen, betonte der Staatsanwalt. Zum erhobenen Vorwurf der Staatsanwaltschaft zeigte sie sich auch reumütig und geständig: Sie habe sich von Verschwörungstheorien im Netz beeinflussen lassen. 

Aufgrund des Geständnisses wurde die 58-Jährige schuldig gesprochen und zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. 

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