Sieben Tote in England

Das ist über den Geisterfahrer-Unfall bekannt

Ausland
25.08.2026 10:18
Porträt von krone.at
Von krone.at

In England waren am Samstag fünf junge Männer sowie zwei Polizisten bei einem Geisterfahrer-Unfall ums Leben gekommen. Nun hat die britische Polizei weitere Details bekannt gegeben. Vier der Insassen in dem verunglückten Auto seien bekannt gewesen, hieß es. Die Beamten hatten zwei Fahrzeuge mit gefälschten Nummernschildern verfolgt.

Wie berichtet, stieß das verfolgte Auto am Samstag auf der Gegenfahrbahn mit dem Polizeiwagen zusammen. Der schwere Unfall ereignete sich auf einer Schnellstraße in South Bank nahe dem englischen Middlesbrough. Keiner der sieben Insassen überlebte die Kollision. Wie die Polizei jetzt bekannt gab, waren die Männer in dem verfolgten Auto zwischen 17 und 23 Jahre alt. Vier von ihnen seien amtsbekannt gewesen.

Inzwischen wurden in dem Zusammenhang mit dem Unfall zwölf Personen festgenommen, darunter neun Männer und drei Frauen. Sie werden verdächtigt, Mitglieder in einer organisierten kriminellen Vereinigung zu sein, und Waffen zu besitzen. Es gebe keine Hinweise, dass der Vorfall zum Zweck der Veröffentlichung auf TikTok gefilmt worden sei, teilte die Polizei in der Region Cleveland am Montag mit. Zuvor hatten die Behörden von einem gefährlichen Internet-Trend unter Jugendlichen gewarnt, Videos von rücksichtslosem Fahren hochzuladen.

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Jeder, der gefährliches Fahren glorifiziert, macht etwas, das zutiefst verwerflich und nicht hinnehmbar ist.

Großbritanniens Premier Andy Burnham

„Jeder, der gefährliches Fahren glorifiziert, macht etwas, das zutiefst verwerflich und nicht hinnehmbar ist“, sagte der britische Premier Andy Burnham. Man habe darüber mit den Betreiberinnen und Betreibern der Plattformen gesprochen. TikTok teilte mit, dass Inhalte, die schwere Verletzungen zur Folge haben könnten, auf der Plattform streng verboten seien und entfernt würden.

Ähnlicher Unfall in Irland
Laut der britischen Autobahngesellschaft National Highways haben sich zwischen Mai 2025 und Mai 2026 947 Geisterfahrer-Unfälle ereignet. Vor ungefähr einer Woche kamen in Irland fünf Jugendliche ums Leben, als sie mit einem Auto in falscher Fahrtrichtung unterwegs waren und frontal mit einem anderen Wagen zusammenstießen. Polizistinnen und Polizisten dürften Fahrzeuge, die auf Schnellstraßen in Gegenrichtung unterwegs seien, nicht verfolgen, teile die irische Polizeigewerkschaft GRA mit. „Was dieses rücksichtslose Verhalten noch empörender macht, ist die Tatsache, dass es in einigen Fällen für soziale Medien begangen wird“, sagte Irlands Polizeichef Justin Kelly.

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