Helfer in Gefahr

Mehr als ein Dutzend Verletzte und zwei Tote

Oberösterreich
13.02.2006 19:22
Tausende Schneeschaufler, die einsturzgefährdete Dächer von ihrer drückenden Last befreien, schweben in Lebensgefahr: Jeden Tag verunglücken freiwillige Helfer! Bisher gab es mehr als ein Dutzend Schwerverletzte - und das zweite Todesopfer: Josef De Bettin (67) aus Bad Ischl stürzte vier Meter ab und starb im Spital. Sein Enkel, der bei der Feuerwehr ist, hilft trotz dieses Verlustes tapfer weiter.

„Der Andreas hat gesagt, er hilft uns lieber. Daheim hält er es jetzt eh nicht aus“, sagen Feuerwehrkameraden des jungen Ischlers. Sein Opa war  vom Vordach des Hauses seines Sohnes gefallen. Feuerwehrleute aus Pfandl, die das Dach abschaufeln sollten, fanden den Verletzten, der in der Nacht zum Montag im Spital verstarb. Josef De Bettin ist damit das zweite Todesopfer des Katastrophenwinters, in Julbach war am Donnerstag Rupert R. (69) von einer Dachlawine mitgerissen worden, im Schnee erstickt.

Nach Sturz verschüttet
Ebenfalls ein Schneebrett erfasste Siegfried W. (50) aus Klaffer, als er auf der Leiter das Dach abschaufelte. Er stürzte drei Meter ab, wurde verschüttet. Ähnlich erging es Johann L. (40) in St. Roman. Er wurde fünf Meter in die Tiefe gerissen, verschüttet und - wie sein Kollege im Mühlviertel - von Kameraden gerettet.

In Dorf an der Pram brach ein Glasfenster unter Robert G. (38). Er stürzte 5,5 Meter auf den Betonboden der Landmaschinenfirma, die er abschaufelte. Der Helfer ist schwer verletzt.

Die Gefahr ist lange nicht vorbei. In Helfenberg fiel die alte Glaser-Halle zusammen, weil es zu wenige Helfer gab. Auch in St. Ulrich/Steyr brach ein Wirtschaftsgebäude zusammen.

 

 

Repro: Reinhard Hörmandinger

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Oberösterreich
13.02.2006 19:22
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung