Nach einem schweren Zusammenstoß mit einem Auto stand es schlecht um den jungen Rüden. In seiner ukrainischen Heimat wurde er zwar von Tierschützern gerettet, aber medizinische Hilfe gab es kaum für ihn. Das Schicksal führte „Kasimir“ nun nach Vorarlberg, wo man sich rührend um den Mischling kümmert.
Wenn man die Videos von „Kasimir“ anschaut, die seine Pflegemama Michaela Bonmassar vom Tierschutzverein Rankweil ins Netz stellt, geht einem das Herz über. Freudig bringt er einen geworfenen Tennisball zurück und hofft auf einen weiteren Wurf der gelben Kugel.
Wirbel- und Beckenbruch
So flink wie er das Spielzeug apportiert muss man zweimal hinschauen, um zu erkennen, dass er seine Hinterläufe bewegungslos hinter sich herzieht. „Bei einem Unfall mit einem Auto wurde ihm das Becken und zweimal die Wirbelsäule gebrochen. Eine sofortige Operation hätte vielleicht noch etwas retten können, aber das war in der Ukraine nicht machbar“, erzählt Pflegemama Bonmassar im Telefonat mit der „Krone“-Tierecke.
Teure Untersuchungen
Als der kleine Patient dann schließlich nach Rankweil kam, musste er eine Reihe kostspieliger Untersuchungen über sich ergehen lassen. Röntgen, CT und verschiedene Tests kamen aber leider zu dem Ergebnis, dass keine Chance mehr auf Heilung besteht. „Wir wollten nichts für ‘Kasimir‘ unversucht lassen und haben alles in Bewegung gesetzt. Aber leider ist nichts mehr zu machen“, ist seine Pflegemama traurig.
4000 Euro von „Krone“ Lesern
Die medizinischen Untersuchungen haben ein Loch in das Tierarzt-Budget des Rankweiler Tierschutzvereins gerissen. Doch dank der Spendenfreudigkeit der tierlieben „Krone“ Leser konnten seine Untersuchungen mit 4000 Euro unterstützt werden.
Rund die Hälfte davon floss bereits in die Untersuchungen. Der Rest wird nun in einen angepassten Rollwagen, einen passenden Rutschsack und weitere Hilfsmittel gesteckt. „Kasimir“ wird dadurch sein Leben noch besser meistern können und bald auf seinem Rolli durch die Wiese flitzen.
Zuhause gesucht
Zu seinem Glück fehlt ihm nur noch eine passende Familie, für die sein Handicap kein Problem darstellt. „Er ist so ein herziger, freundlicher Kerl. Sein Herz ist voll mit Liebe und das zeigt er auch seiner Bezugsperson“, weiß Pflegemama Michaela Bonmassar über den Kleinen zu berichten. Sie hofft nun, dass sich jemand findet, bei dem „Kasimir“ einziehen darf und wo auf seine besonderen Bedürfnisse eingegangen wird.
Interessierte können sich unter 0660/450 86 66 bei Frau Bonmassar melden.
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