Eine dreiköpfige deutsche Bergsteigergruppe ist in den Stubaier Alpen in Tirol in eine alpine Notlage geraten. Die Urlauber setzten aufgrund starker Erschöpfung und eines unpassierbaren Wegabschnitts einen Notruf ab. Sie wurden letztlich mit dem Polizeihubschrauber geborgen.
Die drei Deutschen – zwei Männer im Alter von 19 und 23 Jahren und eine Frau (26) – aus dem Raum Rostock waren bereits am Freitag zu einer Bergtour über die Zischgenscharte in Richtung Schöntalspitze im Gemeindegebiet von St. Sigmund im Sellrain aufgebrochen. Gestartet wurde gegen 9 Uhr beim Westfalenhaus.
Ursprüngliche Pläne geändert
Gegen Mittag erreichte das Trio dann die Zischgenscharte in rund 2900 Metern Höhe. Dort änderten die drei Urlauber ihre ursprünglichen Pläne und entschieden sich, nicht mehr zur Schöntalspitze aufzusteigen, sondern in Richtung Pforzheimer Hütte abzusteigen.
„Weg verlegt bzw. abgebrochen“
Beim Abstieg über einen schwarz markierten, steilen und teilweise ausgesetzten Bergweg kamen die Bergsteiger jedoch nicht mehr weiter. Laut Angaben der Polizei war der Weg in einem Bereich verlegt beziehungsweise abgebrochen. Aufgrund der ausgesetzten Geländesituation und der bereits starken Erschöpfung sah sich die Gruppe nicht mehr in der Lage, den Abstieg eigenständig fortzusetzen. Das Trio setzte einen Notruf ab.
Mit „Libelle“ zu Berghütte geflogen
Zur Bergung wurde der Polizeihubschrauber Libelle Tirol alarmiert. Die Einsatzkräfte konnten die drei Bergsteiger aus dem schwierigen alpinen Gelände bergen und unverletzt zur Pforzheimer Hütte ausfliegen.
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