Lena Pressler und Anja Dlauhy sind zum Auftakt der Leichtathletik-EM in Birmingham souverän ins Semifinale über 400 m Hürden gelaufen. Beide gewannen ihre Vorläufe. Pressler erzielte am Montag in 54,97 Sek. die schnellste Zeit in den drei Vorläufen der Nicht-Vorqualifizierten, Dlauhy belegte in 55,42 Platz drei.
Das Semifinale bei den Titelkämpfen in England mit den beiden Niederösterreicherinnen ist für Dienstagvormittag angesetzt, dann steigen auch die Medaillenfavoritinnen in den Bewerb ein, kommen zu den zwölf Aufsteigerinnen aus den Vorläufen die zwölf Gesetzten hinzu.
Die beiden Hürden-Damen, die heuer schon fast im Wochen-Rhythmus für Furore gesorgt hatten, waren natürlich überglücklich. „Das Rennen hat sich sehr gut angefühlt, es passte alles sehr gut, mit meinem Schritt-Rhythmus kam ich gut hin, dass ich wieder unter 55 Sekunen laufen konnte, ist großartig“, meinte Lena Pressler. ÖLV-Rekordlerin Anja Dlauhy sprach von einem „kontrollierten Rennen“. Mit dem Gegenwind auf der Gegengeraden hatte sie zwar zu kämpfen, aber sie zog den Lauf „voll durch“, kam durch einen starken Kampf auf den letzten 50 m noch zum Sieg.
Dlauhy hat noch „einige Reserven“
Die Erwartungen der beiden fürs Semifinale? Beide haben ihr großes Ziel damit schon erreicht. Ob es noch einen Schritt weiter geht, also ins Finale, wird sich zeigen. Unmöglich ist bei den beiden nichts. Vor allem Anja Dlauhy war sich sicher, dass sie noch „einige Reserven“ hat. Gut möglich, dass sie am Dienstag ihren eigenen Rekord von 54,52 verbessert! Aber auch Lena Pressler hat das Zeug dazu.
Lindner über 100 Meter out
Im Sprint über 100 m verpasste Magdalena Lindner das Semifinale als 14. in den Vorläufen in 11,32 Sek. um eine Hundertstel bzw. um zwei Plätze. Isabel Posch kam nicht über eine Zeit von 11,48 Sek. hinaus und belegte den 19. Rang. Mit ihrer Leistung war Lindner aber zufrieden. „Ich bin in meinem Leben erst zweimal schneller gelaufen. Schade, dass es um eine Hundertstel zu wenig war. Der Lauf war trotzdem gut, ich muss zufrieden sein“, sagte die Niederösterreicherin. Am Start habe sie nicht gut reagiert und die Zeit verloren, erklärte Lindner im ORF. Die Vorarlbergerin Posch bezeichnete ihren Auftritt als „recht enttäuschend“.
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