Für Christania Williams endeten die Träume bei der EM in Birmingham doch schon im Semifinale. Österreichs 100-m-Rekordlerin wurde in ihrem Lauf in 11,21 Sekunden Vierte und schied als Gesamt-Elfte aus.
„Ich bin maßlos enttäuscht, ich hatte mich in großer Form gefühlt, ich weiß nicht, woran es gelegen ist“, sagte Christania Williams, die aus Jamaika stammt und nach der Hochzeit mit ihrem Trainer Philipp Unfried die Staatsbürgerschaft erhielt und jetzt für den ÖLV startet. Sie hatte zuletzt mit dem Rekord von 11,06 für Furore gesorgt, konnte aber nicht eine ähnliche Zeit hier wiederholen.
11,12 Sekunden hätten zum Aufstieg ins Finale gereicht, das dann Lokalmatadorin Amy Hunt in 11,00 vor der Polin Ewa Swoboda (11,02) und der Belgierin Delphine Nkansa (11,06) gewann.
Strametz chancenlos
Zuvor war Karin Strametz in den Vorläufen über 100 m Hürden leider chancenlos ausgeschieden. In ihrem Heat wurde sie in 13,10 Sekunden Siebente, gesamt belegte sie von den drei Heats den 17. Platz. Die Top 12 aus allen Vorläufen stiegen in das Semifinale am Dienstag auf, dazu kommen noch die zwölf Besten aus der „Road to Birmingham“, die direkt für das Semifinale gesetzt waren.
Bis zur Hälfte des Rennens lag Karin Strametz noch ganz gut. „Dann bin ich aber wie gegen eine Wand gelaufen, hinten raus ging nichts mehr“, sagte die Steirerin, die aber in den vergangenen Wochen immer wieder herbe Rückschläge (Hörsturz und Rückenprobleme) hatte hinnehmen müssen.
Comeback von Ingebrigtsen
Von den Entscheidungen des ersten Tages ragte natürlich das goldene Comeback von Superstar Jakob Ingebrigtsen heraus. Bei seinem ersten Start nach der WM in Tokio 2025 gewann der Norweger, der wegen Verletzungen so lange außer Gefecht gewesen war, über 5000 m in 13:25,29 vor Florian Bremm, der den Deutschen hier in 13:15,60 Silber bescherte. Wie erwartet, setzten sich im Kugelstoßen bei den Frauen Jessica Schilder (Ned/20,73) und bei den Männern Leonardo Fabbri (Ita/22,31) durch.
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