Am Weg zur Wildspitze

Bergsteiger stürzte 20 Meter in Gletscherspalte ab

Tirol
05.08.2026 21:20

Schon wieder mussten am Mittwoch Bergretter und Hubschrauberbesatzung ausrücken, um einen Bergsteiger (23) im Bereich der Wildspitze in den Ötztaler Alpen in Tirol aus einer Gletscherspalte zu retten. Vor rund einer Woche hatte es in der Nähe einen ähnlich dramatischen Notfall gegeben. 

Zwei deutsche Bergsteiger im Alter von 23 und 25 Jahren waren Mittwoch im Bereich der Wildspitze unterwegs. Die beiden laut Polizei erfahrenen Alpinisten befanden sich als Seilschaft auf dem Aufstieg und waren mit entsprechender hochalpiner Ausrüstung ausgerüstet.

Schneebrücke über Gletscherspalte brach
Am Nachmittag erreichten die Bergsteiger den Bereich des Taschachferners auf einer Seehöhe von rund 3500 Metern. Der vorausgehende 23-Jährige betrat dabei einen schneebedeckten Abschnitt des Gletschers. In weiterer Folge brach die Schneebrücke über einer Gletscherspalte ein, woraufhin der Mann etwa 20 Meter tief in die Spalte abstürzte.

Der 25-jährige Begleiter konnte den Absturz trotz der bestehenden Seilsicherung nicht mehr aufhalten. Der Abgestürzte verlor kurzzeitig das Bewusstsein und konnte sich anschließend trotz Unterstützung seines Begleiters nicht selbstständig aus der Gletscherspalte befreien. Daher setzten die Bergsteiger einen Notruf ab.

Einsatzkräfte der Bergrettung Sölden, ein Notarzt- sowie der Polizeihubschrauber führten die Bergung des 23-Jährigen aus der Gletscherspalte durch. Der junge Mann hatte bei dem Absturz erhebliche Verletzungen erlitten und wurde mittels Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

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