Wegen Autoreifen

Kleine Gemeinde mit großem Müll geht vor Gericht

Oberösterreich
06.08.2026 11:20

Beschwerde wegen 59.000 Tonnen Altreifen auf einer Deponie in Ohlsdorf (OÖ) wurde eingebracht. Gemeindegremien beauftragten eine Anwaltskanzlei. Doch was kann wirklich dabei herauskommen?

Die Direktion Umwelt- und Wasserwirtschaft des Landes hat die Zuschüttung von rund 59.000 Tonnen Altreifen in einer ehemaligen Schottergrube in Ohlsdorf genehmigt. Als Reaktion darauf beauftragten Bürgermeisterin Ines Mirlacher (SPÖ) und die Gemeindegremien eine Anwaltskanzlei mit der Ausarbeitung einer Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht. Was dabei herauskommen könnte? „Ich weiß es nicht, aber es ist die letzte Möglichkeit, zu verhindern, dass diese Reifendeponie verschüttet wird,“ sagt sie. Zahlreiche Kritiker sowie Umweltlandesrat Stefan Kaineder sehen die Deponie insbesondere nach unten hin nicht ausreichend gesichert und fordern weiterhin eine Räumung der Altlasten.

Deponie muss geräumt werden
„59.000 Tonnen Altreifen verschwinden nicht, nur weil man Erde darüber schüttet und regelmäßig nachschaut. Das ist keine Sanierung. Damit wird ein Umweltproblem an unsere Kinder und Enkel weitergereicht.“ Auch für Umweltanwalt Martin Donat gibt es nur einen richtigen Weg, wie er gegenüber der „Krone“ betont: „Ich glaube, aufgrund des Symbolcharakters gibt es keine andere Möglichkeit, als die Deponie zu räumen. Auch wenn es hundert Jahre dauert – die Botschaft, die man senden muss, ist, dass wenn in der Vergangenheit ein Blödsinn passiert ist, müssen wir ihn sanieren und nicht einfach zudecken.“ 

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