Wer weniger als 20 Minuten bis zum Job braucht, fällt unter die „Glücklichen“. Sie sind kaum übermüdet, aggressiv oder zusätzlich gestresst. Aber diese Pendler sind in der Minderheit. In Oberösterreich fahren etwa 208.000 Landsleute in einen anderen Bezirk zur Arbeit, Anfahrtszeiten von 45 Minuten sind die Regel. Wer so fahren muss, ist in der Pendler-Depressionsfalle.
Nur jeder fünfte, der länger als 40 Minuten zur Arbeit braucht, sagt „no problem“, und nur mehr drei Prozent aller, die 100 Minuten in Auto oder Zug sitzen, ärgern sich nicht darüber. Das wirkt sich auf den ganzen Tag aus: verringerte Leistungsfähigkeit und keine Lust, Abendfreizeit zu genießen. Daraus resultiert, dass Pendler eher dazu neigen, zu vereinsamen. Übrigens: Wer mit Öffis fährt, ist laut Studie noch anfälliger, depressiv zu werden. Ein Drittel der Bus- und Bahnfahrer ist wegen langer Wartezeiten und Umsteigeproblemen „sehr gestresst“.
80 Prozent der Fernpendler würde Einkommensverschlechterungen akzeptieren, wenn ihr Job näher am Wohnort liegen würde.
Foto: Erich Petschenig
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.