Schlechte Planung

Verkehrsinfarkt im Kulturjahr!

Oberösterreich
07.02.2006 18:15
Linz soll im Kulturjahr 2009 zwei gewaltige Bau- und Staustellen bekommen: Wenn mit der A 26-Donaubrücke begonnen wird, wird auch die A 7-Stadteinfahrt auf 4,5 Kilometer Länge um 30 Millionen Maut- und Steuereuro verbreitert. Dann droht der totale Verkehrsinfarkt.

Die beiden Asfinag-Projekte kommen für 180.000 staugeplagte Linzer und Pendler um Jahre zu spät: An jedem Werktagmorgen stehen die Kolonnen nicht nur in der City und auf der Rohrbacher Bundesstraße sondern auch auf der Mühlkreisautobahn bis auf die „West“ zurück. Weil am Linzer A 1-Knoten vier Spuren aus Richtung Wien und Salzburg in ein zweibahniges Nadelöhr münden. Da half auch der neue, breite A 7-Bindermichl-Tunnel nichts.

Deshalb muss das Zwischenstück um sechs Meter auf sechs Spuren verbreitert werden - samt zahlreicher Brücken in den Traunauen: Die Asfinag rechnet mit 30 Millionen Euro Baukosten und drei Jahre Bauzeit ab 2009. „Wenn auch noch Grundeinlösen beim Franzosenhausweg notwendig sind“, erklärt ein Planer der „Krone“, „ist doch diese A 7-Projekt weiter und leichter als der A 26-Westring, der erst noch eine Umweltverträglichkeitsprüfung braucht.“

Demnach könnte sich der für 2009 versprochene Spatenstich der vierten Donaubrücke weiter verzögern, der europäischen Kulturhauptstadt Linz aber eine andere Großbaustelle - und Engstelle blühen: „Wir versuchen weitgehend, zwei Spuren in jeder Richtung zu erhalten“, verspricht die Asfinag.

 

 

 

 

Foto: Erich Petschenig

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