Folge von Impfkritik?

Immer mehr Masernfälle in den USA erfasst

Ausland
21.02.2026 19:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

In den Vereinigten Staaten hat die Zahl der Maserninfektionen deutlich zugenommen. Während im Vorjahr insgesamt 2281 Fälle gemeldet wurden, sind es alleine in diesem Jahr bereits 982. Die Erkrankten waren meist nicht geimpft.

Am stärksten betroffen ist aktuell der US-Bundesstaat South Carolina. Im Jahr 2000 hatte die Krankheit in den USA eigentlich schon als besiegt gegolten. Danach gab es sporadisch immer wieder kleinere Ausbrüche. Nun wurde der höchste Stand an Masernfällen seit Jahrzehnten registriert. 94 Prozent der Erkrankten waren entweder nicht geimpft oder hatten einen unbekannten Status.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent für die zweimalige Impfung. Diese Quote ist laut der US-Gesundheitsbehörde CDC seit 2019 nicht mehr in Kindergärten erreicht worden und jedes Jahr gefallen. Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hatte lange Zeit Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Impfung geäußert, ruderte dann aber wieder zurück und bezeichnete die Impfung aufgrund der aktuellen Entwicklung als wirksame Methode, um das Virus einzudämmen.

Österreich hat inzwischen seinen WHO-Status „frei von Masern“ nach großen Ausbrüchen wieder verloren. Auch hierzulande ist die Impfquote aus Sicht der WHO zu niedrig. Anfang des Jahres sagte Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ), dass die Quote bei 71 Prozent liege und bereits an eine Impfkampagne gedacht werde. In Österreich handelt es sich um eine Dreifachimpfung gemeinsam mit Röteln und Mumps.

Eine Person steckt 18 weitere an
Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten und können in seltenen Fällen lebensbedrohlich sein. Eine infizierte Person steckt durchschnittlich bis zu 18 nicht geimpfte Menschen an, etwa durch Sprechen und Niesen. Mögliche Symptome sind ein Hautausschlag, Fieber, grippeähnliche Beschwerden und eine Bindehautentzündung. Als Komplikationen können unter anderem eine Lungenentzündung, Mittelohrentzündung und Gehirnentzündung auftreten. Dabei können Nervenzellen geschädigt werden.

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