Schwere Explosionen
Kobane: IS-Kämpfer rücken erstmals ins Zentrum vor
Ausland
13.10.2014 22:34
Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten erstmals ins Zentrum der nordsyrischen Stadt Kobane vorgerückt. Die IS-Kämpfer hätten das Kulturzentrum von Kobane erobert und sich in der Stadtmitte festgesetzt, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montagabend mit.
Die Dschihadisten seien vom Osten aus auf Kobane vorgerückt und kontrollierten nun die Hälfte der einstigen Kurden-Hochburg an der Grenze zur Türkei, erklärte der Leiter der Beobachstungsstelle, Rami Abdel Rahman.
Die leidgeprüfte Stadt wurde am Montag außerdem von drei schweren Explosionen erschüttert. Der Beobachtungsstelle zufolge handelte es sich um Autobomben, am Steuer der Autos seien Selbstmordattentäter des IS gesessen. Einem AFP-Reporter zufolge detonierten zwei der Autobomben im Norden der Stadt. Offenbar versuche der IS, den letzten Fluchtweg aus Kobane zum türkischen Grenzübergang Mursitpinar zu erobern. Die Stadt wäre dann vollständig eingekesselt.
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