Keine Aufträge mehr

Konsequenzen für Lkw mit NS-Parole gefordert

Steiermark
23.07.2026 10:44

Die Sozialistische Jugend Steiermark fordert Konsequenzen für ein südsteirisches Transportunternehmen, das unter anderem den Nazi-Slogan „Arbeit macht frei“ auf einem Lkw stehen hatte. Man fordert den Ausschluss von öffentlichen Aufträgen des Landes Steiermark und von Gemeinden. 

„Arbeit macht frei“, „Klagt nicht, kämpft“, „Führerhaus“ – mit diesen Parolen in Frakturschrift war ein Lkw einer südsteirischen Spedition beklebt. Am Montag wurde der Laster in Graz fotografiert und der Fahrer angezeigt. Nun ermittelt das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung. 

Die Sozialistische Jugend (SJ) Steiermark hat nun auf den Vorfall reagiert. „Wer NS-Parolen öffentlich verbreitet oder duldet, greift die Würde der Opfer des Nationalsozialismus an und verhöhnt die Millionen Menschen, die von den Nazis verfolgt und ermordet wurden“, sagt Landesvorsitzender Constantin Benga. 

Constantin Benga, Landesvorsitzender der Sozialistischen Jugend Steiermark
Constantin Benga, Landesvorsitzender der Sozialistischen Jugend Steiermark(Bild: SJ)

Kein Steuergeld nach Vorfällen dieser Art
Die linke Jugendorganisation fordert „den Ausschluss von Unternehmen, die NS-Wiederbetätigung dulden oder nach derartigen Vorfällen keine konsequenten personellen Konsequenzen ziehen, von sämtlichen öffentlichen Aufträgen des Landes Steiermark und der Gemeinden“. Sie sollen nicht von Steuergeld profitieren, heißt es.

Außerdem verlangt Benga eine lückenlose Aufklärung. „Gerade in einer Zeit, in der rechtsextreme Vorfälle zunehmen, dürfen wir uns nicht daran gewöhnen. Jeder einzelne Vorfall muss entschieden verfolgt werden.“

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