Vor einem Jahr musste Jasmin Lechner aus Bromberg in der Buckligen Welt ihren Alpakahof für kurze Zeit schließen. Anonyme Anzeiger warfen ihr Missstände vor, die sich jedoch nicht bewahrheitet haben. Jetzt führt sie ihren Ergebnisbauernhof erfolgreich weiter und täglich stoßen neue Tiere dazu.
Was mit sechs Schafen begann, ist heute ein liebevoll geführter Erlebnisbauernhof mit rund 150 Tieren. Auf ihrem mehr als 300 Jahre alten Hof in Bromberg in der Buckligen Welt, Bezirk Neunkirchen, kümmert sich Jasmin Lechner um Alpakas, Lamas, Zackelschafe, Ponys, Vögel, Katzen und viele weitere Tiere – zahlreiche davon stammen aus schlechter Haltung oder wurden einfach ausgesetzt.
Anonyme Anzeige ließ sie fast aufgeben
Doch vor einem Jahr erhielt Jasmins Traum einen schweren Dämpfer. Nach einer anonymen Anzeige musste der Hof vorübergehend schließen. Neben einer fehlenden Zoo-Genehmigung für Wildtiere wurde unter anderem eine unzureichende Zufahrt für Einsatzfahrzeuge kritisiert und dass die Tiere wie in Schuhschachteln gehalten werden.. „Ich habe damals sogar daran gedacht, alles hinzuschmeißen. Es hat mich sehr verletzt“, erzählt Lechner.
Nach der Anzeige habe ich sogar überlegt, es ganz bleibenzulassen, weil ich mich so gekränkt habe. Ich kann nicht verstehen, warum jemand so böse sein kann.
Die meisten Anschuldigungen bestätigten sich jedoch nicht. Ihr Plan, den Hof offiziell als Zoo weiterzuführen, scheiterte jedoch an den gesetzlichen Vorgaben und dem damit zusammenhängenden finanziellen Aufwand.
Aufgeben kam für die Tierfreundin trotzdem nie dauerhaft infrage. Heute führt sie den Erlebnisbauernhof und den Tierschutzverein mit noch mehr Herzblut weiter. Jedes Jahr besuchen 40 bis 50 Schulklassen den Hof, wo Kinder Brot backen und Butter schütteln lernen und erleben, wo Lebensmittel tatsächlich herkommen. Und wenn dann lautes Kinderlachen über ihren Hof schallt, dann weiß sie, dass sie alles richtig gemacht hat.
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