Game-Highlights

Preview: “Freelancer” & “Rise of Nations”

Spiele
28.02.2003 15:43
In einem großen Event für die deutschsprachige Fach-Presse wurden am 27. Februar in einer aufwendigen Show zwei kommende Spiele-Highlights von Microsoft präsentiert: Nach drei bzw. vier Jahren Entwicklungszeit kommen in diesem Frühjahr das Echtzeit-Strategiespiel „Rise of Nations“ und das Weltraum-Epos „Freelancer“ auf den Markt. Krone.at war dabei und griff nach den Sternen...
Die Delegation der "Ösi"-Redakteure warinsgesamt zwölf Stunden im Bus nach München und retourunterwegs um die neuesten Spielenews (und vielleicht auch dieeine oder andere Beta-Version) brandheiß ins Alpenland zubringen. Wer hätte gedacht, dass wir sogar einen ganzen Sternaus dem Bruderstaat mit in die Heimat nehmen? Doch dazu später...
  
Zeitreise hautnah 
Der Presse-Event fand in einer historischen Reithallein München statt und entführte die versammelte Journalisten-Scharauf eine Zeitreise durch die Menschheitsgeschichte (siehe Diashow):Wir wurden Zeugen, wie Höhlenmenschen das Rad erfanden, erlebtenhautnah den historischen Kampf von Chinesen gegen Mongolen undnahmen an einem barocken Festbankett im noblen Schloss Versailleteil, wo Brian Reynolds - Chef-Entwickler von "Rise of Nations"das Spiel vorstellte. 
  
Deutscher Stern geht nach Österreich
Schließlich ging es mit einer Zeitmaschinedurch ein "Wurmloch" in die Zukunft (voller Go-Go-Tänzerinnen),wo Jörg Neumann sein Weltraum-Epos "Freelancer" vorstellte.Abschließend wurde ein Stern im Bild der "Cassiopeia" unterallen Anwesenden ausgelost. Wie der Zufall so spielt: Ein Krone.at-Redakteurist nun stolzer Himmelskörper-Besitzer. Wann das neue Grundstückbesucht, wird steht noch nicht fest - immerhin liegt es 3500 Lichtjahrevon der Erde entfernt. 
  
Rise of Nations: Die Menschheitsgeschichtein einem Spiel 
Brian Reynolds, Designer von Civilization II undAlpha Centauri, kündigt mit "Rise of Nations" einen Echtzeit-Strategie-Titelan, mit dem die ganze Menschheitsgeschichte abgedeckt werden soll- von der Steinzeit bis zur Neuzeit, vom Handkeil bis zum Tarnkappen-Bomber.In Rise of Nations hat jedes Volk seine individuelle Stärkenund Schwächen. Territorium kann nicht nur durch Eroberungenausgedehnt werden, sondern auch in dem Gebäude und Siedlungennahe der Grenze errichtet werden. Erst in der Moderne, als dieNationen-Bildung abgeschlossen ist, geht dies nicht mehr, erklärteReynolds auf die Frage von Krone.at. 
  
Strategie und Brettspiel-Spaß 
Trotz aller spielerischer Abstraktion bemühtsich das Game um größtmögliche Authentizität.Zwei Historiker berieten das Entwickler-Team und auch Reynoldsverriert, dass er einst Alte Geschichte studiert hatte. In derPräsentation führte der Spiele-Guru die einzelnen Nationenund Spielmodi vor. Dabei kann der Spieler nicht nur mit verschiedenenStrategien den Gegner angreifen sondern auch nichtmilitärischeund semimilitärische Strategien wie Spionage und wirtschaftlicheManipulationen anwenden. Kulturelle Errungenschaften und die richtigenwirtschaftliche Innovationen schaffen entscheidende Vorteile gegenüberden Gegnern. Im Spielmodus "Conquer the World" müssen wieim Brettspiel "Risiko" einzelne Territorien oder die ganze Welterobert werden. Im Netzwerk oder über Internet kann man inkurzer Zeit über alle Epochen hinweg zum Höhepunkt desSpiels gelangen. 
  
Freelancer - Per Anhalter durch ein eigenesUniversum 
Der seit 10 Jahren in den USA arbeitende Spiele-EntwicklerJörg Neumann hat seine Leidenschaft für Science-Fictionin dem 3D-Abenteuer "Freelancer" voll ausleben können. 4Jahre Entwicklungszeit mit rund 35 Mitarbeitern - das Entsprichtetwa 500 Menschenjahren - stecken in dem Weltraum-Game, das gernemit dem Genre-Klassiker "Elite" genannt wird. Den Spieler erwartetein grenzenloses Universum, das er in einzelnen Missionen kennenlernen kann, oder indem er der Storyline folgt. Gesteuert wird- zum Bedauern vieler Spiele-Fans - nicht mit dem Joystick, sondernper Maus- und Tastatur - wohl das meistdiskutierte Thema des Abends.Außerdem stellte Neumann äußerst wage ein modifiziertesFreelancer-Spiel für die Xbox in Aussicht. 
  
Völlige Freiheit im Weltraum 
Der Spiele-Charakter kann, je nachdem, wie er sichanderen gegenüber verhält einen guten Ruf aufbauen -oder verlieren. Die Reputation in der Galaxis hängt von gewähltenMissionen, Allianzen, Siegen und Niederlagen ab. Dabei kann mansich als Kopfgeldjäger, Händler, Pirat oder Entdeckerbewähren. Aufwendige Videosequenzen und das schier unendlicheUniversum mit zahlreichen Raumstationen bietet monatelanges Spielvergnügen.Neumann glaubt, dass das Spiel unter Zehntausenden Hardcore-Gamernnoch in Jahren populär sein wird, wie einst "Elite". Unterden Spiele-Kritikern, die Neumann beim Spielen zuschauen durften,war man sich nicht ganz sicher, ob das Spiel der erhoffte Rennerwerden wird, denn trotz der epischen Breite und der interessantenStory-Line überzeugen weder die gewöhnungsbedürftigeSteuerung noch die grafische Umsetzung, die zuweilen sogar analte 2D-Shooter erinnert. 
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