Welcher Pfad mit welchem Einsatzauto noch befahrbar ist, erklärt ein neuer Plan, der jetzt im Bezirk Waidhofen an der Thaya als erster im Waldviertel fertig ausgearbeitet wurde.
Wenn Feuerwehren ausrücken, können sie sich den Einsatzort nicht aussuchen. Oft sind Gelände und Zufahrtsstraßen bei Waldbränden ein wesentliches Fragezeichen bei der Anfahrt.
Als erster Feuerwehrbezirk im Waldviertel stellte man für Waidhofen an der Thaya einen „Waldfachplan“ fertig, für den das 670 Quadratkilometer große Einsatzgebiet (davon 196 Quadratkilometer Forst) genau „durchforstet“ wurde. Nun können Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei die gleiche Karte verwenden. Darin sind alle Wege und ihre Befahrbarkeit (z.B.: nur Allrad), Umkehrplätze, Hindernisse, Helikopter-Landeplätze und Wasseraufnahmestellen verzeichnet.
Sicherer arbeiten, wirksamer helfen
„Dieser Plan ist ganz wichtig, wenn es um jede Minute geht. Je besser wir den Einsatzraum kennen, je besser wir vorbereitet sind, desto sicherer können wir arbeiten und desto wirksamer können wir helfen“, sagt Feuerwehr-Bezirkschef Michael Litschauer.
„Einsatzszenarien machen nicht an Gemeindegrenzen halt. Deshalb ist es wichtig, dass diese Pläne alle Gemeinden des Bezirkes einbinden“, bedankt sich auch Bezirkshauptfrau Manuela Herzog bei den Feuerwehren und Gemeinden des Bezirkes Waidhofen an der Thaya. „Wir haben jetzt ein Werkzeug für Einsatzorganisationen zur Hand, das nicht nur bei Waldbränden, sondern auch bei Personensuchen hilfreich sein wird“, merkte Herzog bei der Übergabe an.
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