Der Wiener Neil Oberleitner hat mit seinem tschechischen Doppel-Partner Petr Nouza einen erfolgreichen Auftakt in das Wimbledon-Turnier hingelegt. Das Duo gewann am Donnerstag beim dritten Tennis-Grand-Slam des Jahres in der ersten Runde gegen den Schweden Andre Göransson und den US-Amerikaner Evan King 6:7(7), 7:6(7), 6:3.
Oberleitner, der sich erst zu Jahresbeginn entschlossen hatte, sich ganz auf das Doppel zu konzentrieren, freute sich über seinen ersten Rasensieg und das gleich in Wimbledon. Allerdings hat er von Plänen der ATP gehört, die bei den Doppel-Spezialisten alles andere als gut angekommen sind: Die ATP plant, künftig die Doppel-Felder bei Masters-1000-Events von 32 auf 16 Paare zu reduzieren und bei ATP500- und -250-Turnieren von 16 auf 8.
„Es bekümmert mich, dass man das Doppel kürzen will!“
„Ich mache mir Sorgen, weil die ATP so Gedanken und Überlegungen kundgetan hat, wie sie das Doppel in Zukunft weiterführen wollen. Es wäre für mich sehr traurig, wenn ich dann die Chance nicht mehr habe weiterzuspielen“, sagte Oberleitner. „Es bekümmert mich, dass man das Doppel kürzen will. Doppel ist ein Riesenteil vom Tennis-Sport und historisch auch immer dabei gewesen“, sagte der Wiener.
„Ich bin im Einzel nicht so gut gewesen!“
Zudem würde diese Reduktion allen im Einzel nicht so erfolgreichen Spielern sozusagen einen Plan B verbauen. „Ich bin im Einzel nicht so gut gewesen. Nicht jeder ist ein Dominic Thiem. Dass ich jetzt als normaler Spieler auch die Chance habe, in Wimbledon dabei zu sein, ist enorm.“ Wie man in Wimbledon hört, soll es voraussichtlich am Freitag ein Statement der Doppel-Spieler geben, in dem sie gegen die Maßnahme protestieren wollen.
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