Do, 16. August 2018

"Boodigo"

16.09.2014 12:45

"Google-Flüchtlinge" bastelten Porno-Suchmaschine

In den USA ist eine neue Suchmaschine namens "Boodigo" an den Start gegangen, die von einem Pornoproduzenten und mehreren ehemaligen Google-Mitarbeitern ins Leben gerufen wurde. Die neue Suchmaschine sei extra für die Suche nach Pornos konzipiert worden, weil konventionelle Suchmaschinen in diesem Bereich unbefriedigende Ergebnisse liefern würden, sagt Colin Rowntree, der Initiator des schlüpfrigen Google-Konkurrenten.

Im Gespräch mit der IT-Nachrichtenwebsite "Betabeat" sagt der Pornoproduzent, er habe seit längerer Zeit das Gefühl, dass große Suchmaschinen wie Google oder Bing versuchen, die Pornoindustrie in ihren Suchergebnissen auf die hinteren Plätze zu verbannen. "Mainstream-Firmen, die Investoren haben oder in der Öffentlichkeit stehen, versuchen sich komplett von Erwachsenen-Unterhaltung zu distanzieren", klagt der Pornoproduzent.

Von "Google-Flüchtlingen" programmiert
Irgendwann habe er sich an dieser Vorgehensweise so gestört, dass er die Idee hatte, eine eigene Suchmaschine für Pornografie ins Leben zu rufen. Gemeinsam mit Branchenkollegen hat er sich mit der IT-Firma 0x7a69 zusammengetan, wo die Programmierarbeit für Boodigo erledigt wurde. Pikantes Detail: Bei dem Unternehmen arbeiten offenbar fünf ehemalige Google-Mitarbeiter, die mit dem Unternehmensalltag bei Google unzufrieden gewesen sein sollen. Rowntree nennt sie "Google-Flüchtlinge" und lobt ihre Expertise bei der Programmierung von Suchmaschinen.

Er betont aber auch, dass die Programmierer in keiner Weise Anleihen beim Google-Quellcode genommen hätten, sondern den Code für die neue Porno-Suchmaschine von Grund auf neu geschrieben hätten. Bei der Programmierung habe man besonders darauf geachtet, die Privatsphäre der Nutzer zu schützen und keine Nutzerdaten zu sammeln – unter den Benutzern von Online-Diensten wie Boodigo sicherlich ein erwünschtes Feature. "Es füllt nicht den Browser-Verlauf mit Sachen, die Ihre Großmutter finden könnte", scherzt Rowntree.

Geld soll durch Werbung verdient werden
Geld will er mit der neuen Porno-Suchmaschine vor allem über Werbung verdienen. Dabei will man aber nicht auf personalisierte Werbung setzen, die auf Basis der Nutzerinformationen verteilt wird, sondern auf Schlagwort-Werbung, die bei bestimmten Suchbegriffen erscheint. Bis die Suchmaschine etwas abwirft, dürfte es allerdings noch dauern. Sie sei schließlich brandneu und habe noch die eine oder andere Macke, gibt Rowntree zu. Entsprechend klein ist derweil noch die Nutzerschar.

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