Klare Strategie

Verteidigen und auch wirtschaftlich gewinnen

Niederösterreich
21.06.2026 07:00

Niederösterreich muss wehrfähig sein. Gleichzeitig will das weite Land aber auch an Heeresaufträgen wirtschaftlich teilhaben. Für diese Strategie müssen EU und Bund an Bord!

Das Ziel ist anvisiert: Die niederösterreichische Wirtschaft stärken! Die Investitionen des Bundesheeres im Rahmen des Aufbauplans 2030+ eröffnen dabei neue Chancen für Unternehmen. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner präsentierte deshalb kürzlich beim Kommandogebäude Feldmarschall Hess in St. Pölten mit Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Niederösterreichs Militärkommandant Georg Härtinger und Rüstungsdirektor Harald Vodosek weitere Maßnahmen, damit heimische Betriebe von den geplanten Investitionen profitieren können.

Tanner, Wirtschaftskammer-NÖ Präsident Wolfgang Ecker, Mikl-Leitner.
Tanner, Wirtschaftskammer-NÖ Präsident Wolfgang Ecker, Mikl-Leitner.(Bild: NLK KHITTL)

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner zum Ist-Zustand: „Allein in Niederösterreich fließen heuer rund 102 Millionen Euro in die militärische Infrastruktur, vom Hangarbau bis zur Autarkie aller Kasernenstandorte.“

Gemeinsam zu Heeresaufträgen
Im Rahmen der gemeinsamen Initiative „Wirtschaft & Sicherheit“ bündeln die Wirtschaftsagentur ecoplus, die Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung ihre Aktivitäten, um weitere Aufträge ins weite Land zu holen. „Sicherheit ist zu einem zentralen Thema in Europa geworden, davon soll auch die heimische Wirtschaft profitieren. Wir brauchen allerdings Rechtssicherheit, klare Richtlinien für Industriekooperationen sowie gute Rahmenbedingungen durch EU und Bund.“

Mikl-Leitner geht mit Bund hart ins Gericht
Kaum mehr Geduld scheint Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner indes bei der Debatte um die Wehrpflicht zu haben. Sie fordert eine rasche und klare Entscheidung: „Die Bundesregierung sollte sich ein Beispiel am niederösterreichischen Weg nehmen: Für unseren Gesundheitsplan haben wir die besten Experten gebeten, Konzepte zu erarbeiten. Ihre Vorschläge haben wir über die Parteigrenzen hinweg beschlossen. Und die setzen wir jetzt Punkt für Punkt mit aller Konsequenz um. So macht man das bei den ganz großen, wichtigen Projekten! Und das erwarte ich mir auch von den drei Parteien der Bundesregierung.“ Die Marschrichtung aus St. Pölten ist damit eindeutig.

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