Sommerliche Abkühlung

Kontrollen schützen Qualität steirischer Badeseen

Steiermark
18.06.2026 07:00

Regelmäßige Kontrollen erkennen Indikatorkeime in den steirischen Badeseen sofort und schützen so bei möglichen Verschmutzungen mit Fäkalien. Auch hohe Temperaturen können die Wasserqualität verschlechtern. Aktuell besteht keine Gefahr beim Sprung ins kühle Nass.

Wenn im Sommer die Hitze quält, ist die erlösende Abkühlung nicht nur in Schwimmbädern zu finden. Auch zahlreiche steirische Badeseen – 27 an der Zahl – locken mit einem Sprung ins kühle Nass.

Anders als bei Schwimmbecken kann die Wasserqualität der Seen aber nicht mit Chemikalien garantiert werden. Vom Altausseersee bis zum Zenzsee in Tragöß werden deshalb regelmäßige Kontrollen der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) durchgeführt.

„Unmittelbar vor Beginn der offiziellen Badesaison am 15. Juni und über die gesamte Saison hinweg bis 31. August werden die Badegewässer insgesamt fünfmal untersucht“, bestätigt Werner Windhager von der AGES.

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Unmittelbar vor Beginn der offiziellen Badesaison und über die gesamte Saison hinweg werden die Badegewässer insgesamt fünfmal untersucht.

Werner Windhager, AGES

Neben Sichttiefe und Temperatur werden bestimmte Indikatorkeime, die auf eine mögliche Verschmutzung mit Fäkalien hinweisen – etwa Escherichia coli und intestinale Enterokokken –, untersucht. „Im Zuge derartiger Verunreinigungen können auch Krankheitserreger in das Wasser gelangen“, hält Windhager fest. Starke Regenfälle können Auslöser dafür sein, dass Verunreinigungen, etwa von naheliegenden beweideten Wiesen, ins Wasser gelangen.

Befristete Badeverbote möglich
Wird ein bestimmter Grenzwert überschritten, müssen ehebaldigst Nachkontrollen stattfindend. Bei anhaltenden Überschreitungen der Werte muss die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität durchführen, etwa den Erlass eines befristeten Badeverbots.

Aktuell ist das Plantschen in den steirischen Badeseen unbedenklich.
Aktuell ist das Plantschen in den steirischen Badeseen unbedenklich.(Bild: Christian Jauschowetz)

Zudem kann es bei hohen Wassertemperaturen und Nährstoffgehalten zu einer Vermehrung von Cyanobakterien kommen, der sogenannten „Algenblüte“. „Cyanobakterien, umgangssprachlich Blaualgen genannt, sind keine echten Algen, sondern Bakterien und natürliche Bestandteile von Oberflächengewässern. Sie können Toxine bilden“, erklärt der Experte.

Dadurch kann es zu einer bläulich-grünen Trübung des Wassers, Schlierenbildung, „Algenteppichen“ und eingeschränkter Sichttiefe kommen. Beim Menschen können in der Folge Hautreizungen, Entzündungen oder allergische Reaktionen auftreten. Im schlimmsten Fall können Magen-Darm-Entzündungen, Atemwegserkrankungen oder Leberschäden auftreten. Im Moment kann in den steirischen Badeseen aber noch ohne Bedenken geschwommen werden.

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