Aus für EU-Richtlinie

Marillenmarmelade darf wieder Marmelade heißen

Niederösterreich
12.06.2026 06:00

Jetzt ist es offiziell! Nach „bitterem“, jahrzehntelangem Kampf – von Altlandeshauptmann Pröll und der „Krone“ ist das Brüsseler „Konfitüren“-Diktat gebrochen. Wachauer Marmelade darf ab dem 14. Juni endlich auch wieder so heißen!

Es ist ein Sieg für den Hausverstand, für Österreich, die Wachau und für alle, die nie aufgegeben haben: Ab dem 14. Juni darf unsere gute Marillenmarmelade wieder ganz offiziell so heißen, was sie immer war – Marmelade.

Was die „Krone“ und Niederösterreichs Alt-Landeshauptmann Erwin Pröll vor mehr als zwei Jahrzehnten ins Rollen gebracht haben, findet nun endlich ein erfolgreiches Ende. Mehr als 20 Jahre lang hatte uns Brüssel eine Vorschrift aufgezwungen, die viele nur mehr kopfschüttelnd zur Kenntnis nahmen. „Marmelade“ durfte sich offiziell nur nennen, was aus Zitrusfrüchten hergestellt wurde. Für die Marille, das süße Gold der Wachau, blieb lediglich das sperrige Wort „Konfitüre“. Ein Diktat, das die „Krone“ von Beginn an als echten Brüsseler Bürokratie-Wahnsinn anprangerte.

Alex Bernhuber hat es gemeinsam mit Niederösterreichs Altlandeschef Erwin Pröll und der „Krone“ ...
Alex Bernhuber hat es gemeinsam mit Niederösterreichs Altlandeschef Erwin Pröll und der „Krone“ durchgekämpft, dass Marmelade wieder Marmelade heißen darf.(Bild: NÖ Bauernbund)

Neue „EU-Frühsticksrichtlinie“ macht‘s möglich
Einer, der damals besonders vehement dagegen auftrat, war Erwin Pröll. „Das muss jetzt rasch passieren. Die Beamten dürfen keine Zeit mehr verlieren“, forderte der damalige Landeshauptmann in der „Krone“ Richtung Brüssel. Sein Appell ist bis heute unvergessen: „Den Worten müssen Taten folgen!“ Nun sind diese Taten endlich erfolgt. Möglich macht das die neue EU-Frühstücksrichtlinie, die vom Europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten beschlossen wurde.

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Ein schöner Erfolg für Österreich und für den Hausverstand.

Ex-Landeshauptmann Erwin Pröll

Eine entscheidende Rolle spielte dabei der EU-Abgeordnete Alexander Bernhuber als Chefverhandler. Er brachte das jahrelange, bittere Tauziehen nun zu einem erfolgreichen Abschluss. „Wir haben unsere Marmelade wieder“, frohlockt Bernhuber. „Es geht um ein Stück österreichische Identität. Unsere Marillenmarmelade gehört zur Heimat und zur Tradition unseres Landes. Dass sie künftig auch offiziell wieder Marmelade heißen darf, ist ein schöner Erfolg für Österreich und für den Hausverstand“, ergänzt Politlegende Pröll. Für viele mag es nur um ein Wort gehen. Tatsächlich geht es um ein Stück gelebter österreichischer Tradition. Nach 23 Jahren hat sich der Hausverstand durchgesetzt – und die Marillenmarmelade ist endlich wieder das, was sie immer war: Süße Marmelade.

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