Damit „gebrochene“ Kinderherzen wieder heil werden, sind zwölf Freunde aus dem Pielachtal per Rad in die Stadt der (Menschen-)Liebe unterwegs.
Es sind 1300 Kilometer, 7500 Höhenmeter und acht Tage voller Schweiß, Schmerzen und unvergesslicher Momente. Doch was die zwölf Kameraden des „RC Schnauze“ seit Mittwochmorgen von Ober-Grafendorf aus auf den Weg nach Paris treibt, lässt sich nicht in Zahlen messen.
Reisesegen gespendet
Bereits am Vorabend wurde die Reise zu einem emotionalen Ereignis. Familien, Freunde und Unterstützer versammelten sich, um die Radfahrer auf den nicht ungefährlichen Pfad zu schicken. Bürgermeister Rainer Handlfinger richtete bewegende Worte an die Teilnehmer, bevor Pfarrer Emeka Emeakaroha ihnen den Reisesegen spendete. In einem stillen Moment bat er um Schutz für die bevorstehenden Tage und eine gesunde Rückkehr aller Teilnehmer. Gemeinsamer inniger Gebetswunsch: „Möge euch der liebe Gott auf allen Wegen behüten und euch sicher wieder nach Hause geleiten!“
Als im Morgengrauen in die ersten Pedale getreten wurde und ein Surren in der Luft lag, blieben daheim Familien zurück, die ihre Väter, Ehemänner und Freunde mit Stolz verabschiedeten. Denn diese Fahrt ist mehr als eine sportliche Herausforderung.
Spendenkonto schon gut gefüllt
Noch bevor das erste Rad Richtung Frankreich rollte, standen bereits mehr als 56.000 Euro auf dem Spendenkonto der „Herzkinder Österreich“. Geld, das Familien mit herzkranken Kindern Hoffnung schenkt. „Danke an unsere Frauen“, sagt Obmann Christian Huber leise. Ein einfacher Satz, hinter dem unzählige Stunden Training, Verzicht und Unterstützung stehen.
Einer, der diese „Tour der Menschlichkeit“ auf andere Art auf sich nimmt, ist Karl Frank. Er ist wie schon im Vorjahr nach Barcelona im Begleitfahrzeug als Schutzengel unterwegs. „Hier fahren nicht bloß Sportler nach Frankreich. Hier fährt eine kleine Schicksalsgemeinschaft Kilometer für Kilometer für Kinder, deren kleine Herzen oft stärker kämpfen müssen als jeder Muskel“, so „Schnauze“-Idealist Peter Speiser. Eine Mission in die Stadt der Liebe und zugleich ein bewegendes Zeichen dafür, dass Menschlichkeit oft die größte Kraft entfaltet.
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