Die Bim-Affäre um den Grazer NEOS-Chef Philipp Pointner lässt die Wogen hochgehen. Der „Krone“ liegt die Dienstmeldung des betroffenen Fahrers vor. Dieser sei vom „Herrn Politiker aufs Übelste beschimpft worden“.
Große Wellen schlug die „Krone“-Story über einen Vorfall mit dem Grazer NEOS-Chef Philipp Pointner vergangene Woche an der Haltestelle am Hilmteich. Wie berichtet, soll der Gemeinderat vor die Bim gesprungen sein, eine Notbremsung verursacht und den Fahrer beschimpft haben. „Stimmt nicht“, konterte Pointner. Von einer Notbremsung könne keine Rede sein und außerdem hätte er nur gesagt, „dass der Fahrer die Türen öffnen soll, weil wir ja die Kunden sind“.
„Herr Politiker stellte sich mir in den Weg“
Doch in der internen Holding-Dienstmeldung des Fahrers, die der „Krone“ vorliegt, liest sich das anders. Darin schreibt der Mann, dass er am Mittwoch ohnehin schon mit fünfminütiger Verspätung an der Haltestelle losgefahren sei. Dann habe er eben nochmals halten müssen, „weil der Herr Politiker sich mir in den Weg stellte. Da es rutschig und der Wagen schon gut besetzt war, versetzte er sich selbst und die Fahrgäste in unnötige Gefahr.“
Er gab außerdem zu Protokoll, dass er „von diesem Herren Politiker aufs Übelste beschimpft wurde“. Die Beschimpfungen wären außerdem noch weitergegangen, als er Pointner einstiegen ließ.
Manuel Lenartitsch, Betriebsrat der Graz Linien und SPÖ-Gemeinderat, weiß, dass Verbal-Attacken gegen Bim-Fahrer aktuell zunehmen. „Dabei stehen unsere Fahrer unter Zeitdruck, es wird sich nie ausgehen, immer auf alle Anschlussfahrgäste zu warten.“
Zum konkreten Fall meint er nur: „Ganz egal, welchen Beruf der Fahrgast hat: Wenn er unseren Fahrer wirklich beschimpft hat, gehe ich davon aus, dass es zu einer Aussprache zwischen den beiden kommt.“
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