Doch es liegt am Bund

Feuerwerke: Tirol prescht bei Verkaufsverbot vor

Tirol
26.01.2026 18:00

Viele Brände, unzählige Verletzte, lärmgeplagte Menschen und Tiere: Sind private Feuerwerke noch zeitgemäß bzw. in puncto Sicherheit zu rechtfertigen? Tirol will ein Verkaufsverbot für F2-Feuerwerksartikel bewirken. Auf Initiative von Sicherheitslandesrätin Astrid Mair wird gerade an einem Antrag gearbeitet, der im Landtag beschlossen wird.

Rund um Silvester taucht die Debatte um ein Verkaufsverbot für Feuerwerksartikel der Kategorie F2 immer wieder auf. Zuletzt hatte das Tirols Sicherheitslandesrätin Astrid Mair (ÖVP) angeregt. Doch damit nicht wieder ein Jahr ohne Handeln verstreicht und es im Dezember dann zur erneuten Verbotsforderung kommt, hat die „Krone“ bei Mair nachgefragt.

„Stimmungsbild eingeholt“
„Es sind seither zahlreiche schriftliche Stellungnahmen bei uns im Büro eingegangen. Begleitend dazu wurde über Facebook und Instagram eine Umfrage durchgeführt, um ein Stimmungsbild in der Bevölkerung einzuholen. Insgesamt beteiligten sich 764 Personen an der Abstimmung“, erklärt Mair.

Das Ergebnis fiel deutlich aus: 648 Stimmen, also rund 85 Prozent, sprachen sich für ein Verkaufsverbot von Feuerwerksartikeln der Kategorie F2 aus. Lediglich 72 Personen (neun Prozent) lehnten ein solches Verbot ab.

Nach Landtags-Beschluss ist Bund am Zug
Aber auch auf politischer Ebene, so Mair weiter, folgten bereits weitere Schritte. Abgesehen von einer Diskussion bei der Regierungsklausur über genau dieses Thema (einstimmig für ein Verkaufsverbot für F2 an Privatpersonen) wurde auf Initiative von Mair am 21. Jänner 2026 eine Besprechung mit allen im Landtag vertretenen Klubs abgehalten.

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Derzeit läuft die Abstimmung zwischen den Klubs, ehe der Antrag offiziell eingebracht werden soll.

Landesrätin Astrid Mair

Thema war ein gemeinsamer, fraktionsübergreifender Antrag zur Prüfung eines Verkaufs- und Verwendungsverbots von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2 für Privatpersonen. „Die Besprechung war ausgesprochen konstruktiv und die Abgeordneten befürworteten zustimmend die Initiative. Derzeit läuft die Abstimmung zwischen den Klubs, ehe der Antrag offiziell eingebracht werden soll. In weiterer Folge ist eine Landtagsentschließung geplant, mit der der Bund aufgefordert werden soll, umgehend entsprechende rechtliche Schritte zu prüfen“, so die Landesrätin.

Ziel der Initiative ist es, ein landesweit koordiniertes Vorgehen zu erreichen und langfristig ein Verkaufsverbot von F2-Feuerwerksartikeln im Sinne des Antrags umzusetzen.

Sicherheit für Mensch, Tier, Natur
Die Befürworter des Verbotes argumentieren dabei vor allem mit Sicherheitsaspekten, dem Schutz von Mensch, Tier und Umwelt sowie der Reduktion von Lärm- und Feinstaubbelastung. Nachsatz: Es gibt bereits zahlreiche Petitionen, die dieses Ansinnen ebenso unterstützen. Unbestritten ist, dass weitere Maßnahmen folgen müssen!

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