Wirtschaftskammer NÖ:

Warum blau-gelbe Firmen bald Millionen Euro sparen

Niederösterreich
01.06.2026 11:00

Gegen neue Steuern, zusätzliche Belastungen und ausufernde Bürokratie: Die Wirtschaftskammer kündigt wirtschaftspolitische Schwerpunkte an – und will bei sich selbst sparen.

Neue Steuern, zusätzliche Belastungen oder weitere Bürokratie – das ist laut Wirtschaftskammer der falsche Weg. Gefordert seien stattdessen Entlastung, Planungssicherheit und konsequente Deregulierung. Die blau-gelben Wirtschaftskämmerer setzen auf Reformen. Unter anderem mit der Senkung der Kammerumlage 2. Diese Senkung bringt Betrieben ab 2030 jährlich 13 Millionen Euro Entlastung!

Einstimmig wurde vergangene Woche der Beschluss zur weiteren schrittweisen Senkung der Umlage im WKNÖ-Wirtschaftsparlament beschlossen. Angesichts der schwierigen Konjunkturlage brauche es „eine wirtschaftspolitische Trendwende, damit Leistung wieder möglich wird und Betriebe endlich Luft zum Atmen bekommen“, betonte Präsident Wolfgang Ecker. Die NÖ Wirtschaftskammer gehe beim Reformprozess mit gutem Beispiel voran, seit 2024 würden betreffende Umlagen jährlich gesenkt werden. Gegenfinanziert soll das durch eine schlankere, effizientere Kammer.

Ziel ist es, in der Wirtschaftskammer NÖ in den kommenden fünf Jahren sowohl im Sach- als auch Personalaufwand 15 Prozent einzusparen. Diese Einsparungsvorgaben sollen einerseits durch sehr genaue Betrachtung des Sachaufwandes andererseits im Personalbereich durch Nicht-Nachbesetzung von Pensionierungen und teilweise Fluktuationen erreicht werden. „Gleichzeitig wird dabei betrachtet, was wir als Wirtschaftskammer NÖ nicht (mehr) selbst durchführen bzw. anbieten und wie uns die Digitalisierung bei der Arbeit noch besser unterstützen kann“, so Ecker. 

„Reformprozess gestartet“
WKNÖ-Direktor Johannes Schedlbauer machte zudem deutlich, dass der Reformprozess mehr als ein Sparprogramm sei: „Wir stellen Strukturen, Prozesse und Aufgaben auf den Prüfstand und richten Leistungen noch konsequenter an den Bedürfnissen der Betriebe aus. Gleichzeitig investieren wir gezielt in Digitalisierung und Effizienz.“

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