Großes Finale

Leider kein Sieg, aber magischer Abend für FabFox

Niederösterreich
31.05.2026 14:18
Porträt von Niederösterreich-Krone
Von Niederösterreich-Krone

Groß war die Freude, als der 27-jährige Krumbacher Magier und Eisgreißler-Sohn Fabian Blochberger alias Fab Fox vor drei Wochen ins große Finale von „Britain‘s Got Talent“ einzog. Und obwohl er auch diesmal wieder eine fulminante Illusionsshow ablieferte, reichte es nur für Platz 9. 

Der große Triumph blieb diesmal aus. Doch als Fab Fox am Samstagabend die Bühne des Finales von „Britain‘s Got Talent“ verließ, wurde er von tosendem Applaus und Standing Ovations begleitet. Millionen Zuschauer staunten über seine spektakuläre Illusion – und die Jury war sich einig: Es war sein stärkster Auftritt der gesamten Staffel.

Kein einziger Fehler trotz kurzer Vorbereitungszeit
„Natürlich bin ich ein bisschen enttäuscht“, sagt der Niederösterreicher nach dem Finale. „Aber gleichzeitig bin ich unglaublich stolz. Es ist nichts schiefgegangen, kein einziger Patzer.“

Dabei lagen intensive Wochen hinter dem Magier. Drei Wochen lang arbeitete er an seinem Finalauftritt, seit Dienstag wurde täglich in London geprobt. Der Aufwand war enorm – und das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Jury und Publikum waren begeistert
Mit einer verblüffenden Mischung aus Gedankenlesen, Vorhersagen und Überraschungsmomenten zog Fabian Jury und Publikum in seinen Bann. Jurorin Amanda Holden wählte einen Ort, KSI entschied sich für einen Namen und Alesha Dixon nannte das Wort „Insane“. Alles schien dem Zufall überlassen – bis Fabian seine bereits vor der Show notierten Vorhersagen präsentierte. Und tatsächlich: Alles stimmte überein.

Die Jury liebt die spannenden Illusionstricks des Krumbacher Magiers und ist jedes Mal aufs Neue ...
Die Jury liebt die spannenden Illusionstricks des Krumbacher Magiers und ist jedes Mal aufs Neue überwältigt.(Bild: Britain‘s Got Talent)

Für den wohl größten Gänsehautmoment des Abends sorgte jedoch der Name „Harry“. Nicht nur, dass Fabian ihn korrekt vorhersagte – plötzlich betrat auch noch Harry Moulding die Bühne. Jener britische Zauberer, der „Britain‘s Got Talent“ im Vorjahr gewonnen hatte. Das Publikum konnte sein Staunen kaum fassen.

Und die Jury überschlug sich mit Lob. „Du bist kreativ und legst die Messlatte jedes Mal höher. Das war heute Abend deine beste Leistung“, sagte Alesha Dixon. Andere Juroren bezeichneten die Darbietung als „makellos“ und lobten Fabians außergewöhnliche Bühnenpräsenz.

Schon in den vorangegangenen Shows hatte der Magier für Aufsehen gesorgt. Mit seiner spektakulären Zeitreise-Illusion erzählte er von seinem größten Traum: einmal durch die Zeit reisen zu können. Im Finale setzte er diesen roten Faden fort und sorgte mit einer geheimnisvollen Kisten-Illusion erneut für einen Schockmoment bei Jury und Publikum. Er ließ sich in eine Kiste sperren und in luftige Höhen hieven. Die Kiste explodierte mit lautem Knall und plötzlich stand Fab Fox unversehrt neben der Jury. 

Tricks sind streng geheim und technisch aufwändig
Wie seine spektakulären Tricks funktionieren, verrät er natürlich nicht. Nur so viel: „Es ist nicht ein einziges Geheimnis, sondern eine perfekt abgestimmte Mischung aus vielen verschiedenen Illusionen.“ Und wie aufwendig diese Magie tatsächlich ist, zeigt ein Blick hinter die Kulissen. Rund 20 Personen arbeiteten am Finalauftritt mit – von Licht- und Tontechnikern über Videoexperten bis hin zu Illusionsspezialisten. Wer in die Geheimnisse eingeweiht wird, muss strenge Verschwiegenheitserklärungen unterschreiben.

In 20 Jahren nur ein Gewinner, der nicht Brite war
Am Ende reichte es dennoch nicht zum Sieg. Gewonnen hat ein britischer Act – ein Umstand, den Fabian sportlich nimmt. „Die Briten stehen natürlich besonders hinter ihren eigenen Künstlern“, sagt er. Tatsächlich gelang es in den vergangenen 20 Jahren nur ein einziges Mal einem Nicht-Briten, die Show zu gewinnen. Den Erfolg seiner Teilnahme schmälert das allerdings kaum. Mehr als drei Millionen Stimmen wurden abgegeben, rund 20 Millionen Menschen verfolgten das Finale vor den Fernsehgeräten.

Viele Shows über den Sommer und „Top-Secret-Pläne“ 
Bereits wieder zuhause steckt Fabian bereits mitten in den Vorbereitungen für sein nächstes Großprojekt: seine neue Show beim Eis-Greissler in Krumbach. Dafür wurde eigens ein Theater umgebaut. Im Juli und August wird dort täglich gespielt. Und danach? „Das ist noch top secret“, sagt der Magier mit einem Lächeln. „Aber es könnten spannende Dinge passieren.“

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