Pass-„Geiselhaft“ für 45-Jährigen – längst könnte der eingewanderte Russe Niederösterreicher sein, doch Putins Behörden wollen ihn nicht frei geben.
Schon vor 17 Jahren war ein 45-jähriger Russe mit seiner gleichaltrigen Frau nach Niederösterreich eingereist. Die rot-weiß-rote Arbeitscard ermöglichte ihm den Daueraufenthalt. Und weil er sich nichts zu schulden kommen ließ, hier brav Steuern zahlte und seinen Sohn als waschechten Tullnerfelder aufwachsen ließ, wurde ihm problemlos die heimische Staatsbürgerschaft verliehen.
Zusicherung für Staatsbürgerschaft läuft am 4. Juni aus
Rechtskräftig kann der Akt aber nicht werden. Denn den verlangten Nachweis der Entlassung aus der ursprünglichen Nationalität kann der mit seiner Familie in Königstetten im Bezirk Tulln lebende Mann nicht vorweisen. „Moskau reagiert einfach nicht und stellt sich blöd. Ich habe den Antrag bereits mehrmals über die russische Botschaft gestellt . Von dort kam nicht einmal ein njet“, schildert der erfahrene St. Pöltner Anwalt Dr. Michael Hofbauer. Was die Pass-„Geiselhaft“ zusätzlich verschärft: Die Zusicherung, Österreicher werden zu können, läuft am 4. Juni ab. Beste Voraussetzungen Bürger des weiten Landes zu werden, haben auch die Frau, eine Juristin, und der Sohn (17). Der Gymnasiast hat noch schlechtere Karten, da er – bald volljährig – ein potenzieller Soldat Putins ist.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.