Neuer Facharzt

HNO atmet auf im Klinikum Mistelbach

Niederösterreich
30.05.2026 14:30

Konstantinos Sagris ist neuer HNO-Chef am Spital Mistelbach-Gänserndorf. Nach turbulenten Zeiten will er, dass die HNO wieder voll läuft. Eine Bürgerinitiative warnt dennoch vor dem „Aushungern“ des Standortes.

„Die Stimmung ist an sich nicht schlecht“, sagt Ex-Stadtchef Alfred Weidlich momentan über das Spital Mistelbach. Er ist Teil der Bürgerinitiative, die seit Monaten für den Erhalt des Standortes Mistelbach-Gänserndorf im Rahmen des Gesundheitspakts 2040+ kämpft. Über den Berg ist der Klinikstandort jedoch noch lange nicht. Die HNO-Abteilung gilt nicht mehr als „vollwertig“, nachdem einige Fachkräfte abgewandert sind.

Anfang Mai trat der neue Fachschwerpunktleiter Konstantinos Sagris seinen Dienst als HNO-Chef an, nachdem seine Vorgängerin Csilla Neuchrist Ende März in Pension ging. Für den Neustart werden ab 1. Juni die Öffnungszeiten ausgeweitet: „Von Montag 7 Uhr bis Freitag 14 Uhr wird durchgehend ein Arzt präsent sein“, heißt es.

Facharzt sammelte Erfahrung in Deutschland
Sagris sei „hoch motiviert“, heißt es – vor allem im Hinblick auf die Erweiterung des HNO-chirurgischen Spektrums. Der gebürtige Grieche war 18 Jahre lang in Deutschland tätig und HNO-Oberarzt an der Uni-Klinik in Augsburg. Seine Hauptgebiete sind die Ohrenchirurgie sowie Eingriffe an Nase und Nasennebenhöhlen. Alfred Weidlich betont auf den HNO-Neustart, dem Fachpersonal in Mistelbach könne man „wirklich nichts vorwerfen“.

Der Ärztliche Direktor Prim. Dr. Ronald Zwrtek (links) freut sich, dass Sagris schon nach kurzer ...
Der Ärztliche Direktor Prim. Dr. Ronald Zwrtek (links) freut sich, dass Sagris schon nach kurzer Zeit die HNO aufbaut.(Bild: zVf)

Angst um Fachabteilungen
Jetzt brauche die HNO vor allem wieder Personalzuwachs. „Das ist aber eigentlich Aufgabe der LGA und nicht des Primars!“, mahnt er. Am Wochenende muss nämlich aktuell immer noch vom „Haus in Mistelbach“ weiter nach Krems ausgewichen werden. Der Gesundheitspakt 2040+ sei zudem noch nicht adaptiert worden, was die zugesicherte Zukunft Mistelbachs betrifft.

Wobei Finanzlandesrat Anton Kasser bereits im April anmerkte: „Mistelbach bleibt als Kinikum Weinviertel Nord bestehen“. Das geplante „Superspital“- die „Krone“ berichtete – kommt weiter südlich im Weinviertel nach Stockerau. Bei den Mistelbachern besteht noch die Angst, dass mehrere Fachabteilungen von ihnen nach Stockerau verlagert werden könnten. 

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