Nur noch Stunden trennen uns von der Gewissheit, wer sich zum Sieger des 70. Song Contests gekürt hat. Beim heuer durchaus umstrittenen Wettbewerb sind mittlerweile rasch die Favoriten ausgemacht. Darunter befindet sich auch jene Destination, mit der Österreich im Ausland nur allzu gern verwechselt wird. Doch was würde passieren, sollte Australien den Sieg nach Hause bringen? ESC in Down Under? Hier gibt‘s die Antwort.
Glaubt man den 15 Wettbüros, hat zwar ein äußerst im Norden Europas gelegenes Land nach wie vor die Nase ganz weit vorn: Das finnische Favoritenduo Linda Lampenius & Pete Parkkonen steht mit seinem Geigenduett „Liekinheitin“ nach wie vor an der Spitze des Feldes. Und doch ist die statistische Siegwahrscheinlichkeit leicht gesunken – und zwar auf 42 Prozent.
„Eclipse“ kommt gut an
Dahinter hat Australien mit der Aufholjagd begonnen. Popdiva Delta Goodrem und ihr Song „Eclipse“ kommen offensichtlich gut an. Seit ihrem Triumph im 2. Halbfinale hat sich die 41-jährige Sängerin klar auf Platz 2 vorgeschoben – Tendenz steigend. Mittlerweile billigen ihr die wettfreudigen ESC-Anhänger eine Siegchance von 22 Prozent zu.
Doch warum nimmt Australien überhaupt am Eurovision Song Contest teil? Unterm Strich könnte man das als Ergebnis einer Aktion werten, die wohl als PR-Gag im Jahr 2015 begann:
Damals ging der ESC zum 60. Mal über die Bühne. Schon in den 1980ern hatte es der Musikwettbewerb den Australiern angetan, die Fangemeinde war riesig, es wurde sogar live übertragen. Dabei nahm das Land zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht am ESC teil. Das durfte es erstmals 2015, auf Einladung der EBU (Europäische Rundfunkunion, Anm.).
Der Rest ist Geschichte: Die Resonanz war riesig, im Jahr darauf war die Teilnahme bereits fixiert, auch für künftige Ausgaben des ESC.
Außerdem ist Australien bereits seit 1973 ein assoziiertes Mitglied der EBU – und nimmt auch an anderen Veranstaltungen und Programmen teil, die von der Rundfunkunion organisiert werden.
Viele Hürden
Und was passiert nun, sollte Australien den 70. Song Contest der Geschichte tatsächlich für sich entscheiden? Down Under würde im Folgejahr jedenfalls nicht als Austragungsort infrage kommen. Zeitverschiebung, Distanz und der logistische Aufwand stellen zu große Hürden dar.
Alternativ würde deshalb ein europäisches Land den Wettbewerb ausrichten – natürlich im Namen von Australien.
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