Anfeindungen im Netz

Katze bestialisch getötet: Landesrätin mit Appell

Tirol
16.05.2026 12:00

Der Fall einer bestialisch hingerichteten Katze beschäftigt derzeit Tirol. Vier junge Männer filmten die grausame Tötung und stellten das Video ins Internet. Mittlerweile stellte sich das Quartett. Im Internet ernteten sie für die Aktion Hass und erhielten Drohungen. Dies ruft nun Landesrätin Astrid Mair (ÖVP) auf den Plan.

Im verstörenden Video war zu sehen, wie vier Männer im Tiroler Unterland grauenvoll eine Katze mit einem Bolzenschussgerät töten wollten. Als das Tier noch lebte und zuckte, schlug einer der Verdächtigen mit einer Schneeschaufel auf das Tier. Begleitet wurde die schockierende Aktion von Gelächter und geschmacklosen Kommentaren.

Das Video machte im Internet freilich schnell die Runde. Hunderte Personen äußerten sich zu den grauenvollen Taten. Schnell wurden auch Hasskommentare und Drohungen gegenüber dem Quartett veröffentlicht.

Verdächtige stellten sich, einer fristlos entlassen
Die vier Verdächtigen stellten sich mittlerweile bei der Polizei und gestanden. Einer der Männer wurde bereits fristlos entlassen. „Das ist eine sehr schwierige Zeit für einen kleinen Ort wie Brixen, in dem es ein sehr gutes Miteinander gibt“, gab auch Bürgermeister Andreas Brugger zu bedenken.

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Hass, Drohungen und Hetze treffen längst nicht mehr nur Beschuldigte, sondern immer häufiger auch völlig Unbeteiligte. Das ist absolut inakzeptabel.

LR Astrid Mair

„Das ist absolut inakzeptabel“
Dass es Drohungen und Hass gegen die vier vermeintlichen Täter gibt, ruft nun auch Tirols Sicherheitslandesrätin Astrid Mair (ÖVP) auf den Plan. Sie richtet an alle einen eindringlichen Appell zum Thema Hass im Netz und stellt eine Forderung: „Gerade dieser Fall zeigt erneut, warum wir endlich eine echte Klarnamenpflicht beziehungsweise eine verpflichtende Identitätshinterlegung im Netz brauchen. Hass, Drohungen und Hetze treffen längst nicht mehr nur Beschuldigte, sondern immer häufiger auch völlig Unbeteiligte. Das ist absolut inakzeptabel.“

Keine Hetzjagden
Sie appelliert an die Bevölkerung, im aktuellen Fall Besonnenheit walten zu lassen: „Es braucht Vernunft statt digitaler Hetzjagden. Strafrechtlich relevante Vorwürfe sind Sache der Behörden und Gerichte, nicht anonymer Internettribunale.“ Zudem betonte sie, dass es nicht um eine Einschränkung der Meinungsfreiheit gehe, sondern um Verantwortung, Schutz und die konsequente Durchsetzung des Rechtsstaates. 

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