Spezielle Operationen

Top-Ärzte in St. Pölten vollbringen „Herz-Wunder“

Niederösterreich
15.05.2026 13:00

Mittels spezieller Operationstechniken schenkten Medizinerteams zwei Patienten in der Landeshauptstadt ein neues Leben. Schlüssellochchirurgie ist das Zauberwort, das Eingriffe am Herzen ohne große Öffnung des Brustkorbes möglich macht.

Wenn das Herz Hilfe braucht, zählt jedes Detail – und die Erfahrung jener Ärzte, die modernste Medizin mit Menschlichkeit verbinden. Am Universitätsklinikum St. Pölten zeigen zwei außergewöhnliche Patienten-Schicksale, was möglich ist. Buchautor Norbert Ruhrhofer aus Bad Vöslau musste sich wegen einer hochgradig undichten Mitralklappe einem komplizierten Eingriff unterziehen. Viele Patienten müssten dafür eine große Öffnung des Brustkorbs in Kauf nehmen. Doch das St. Pöltner Spital zählt zu den Kliniken in Österreich, die solche Operationen mittels hoch spezialisierter Schlüssellochchirurgie durchführen können.

Ohne große Narbe
Unter der Leitung von Herzchirurgie-Primar Dr. Dominik Wiedemann wurde Ruhrhofers Herzklappe über kleinste Zugänge und mit modernster 3D-Technik rekonstruiert – ohne große Narbe und ohne vollständige Öffnung des Brustkorbs. „Wenn man hört, dass das Herz operiert werden muss, bleibt einem zuerst das Herz selbst stehen“, schildert Ruhrhofer. Und: „Dass so ein komplizierter Eingriff heute so schonend möglich ist, grenzt an ein Wunder.“ Primar Wiedemann betont: „Diese Operationen gehören zu den anspruchsvollsten der Herzchirurgie. Dass in St. Pölten anbieten können, ist etwas ganz Besonderes.“

Dr. Dominik Wiedemann und Dr. Julia Mascherbauer mit den beiden wieder gesunden Patienten
Dr. Dominik Wiedemann und Dr. Julia Mascherbauer mit den beiden wieder gesunden Patienten(Bild: Uniklinik St. Pölten)

Herz-OP über Leistenarterie
Wie entscheidend die enge Zusammenarbeit ist, zeigt auch der Fall von Heinz Appenzeller aus Traismauer. Der 81-Jährige hatte bereits zwei große Herzoperationen hinter sich, als er Anfang des Jahres an massiver Luftnot litt. Seine künstliche Herzklappe war erneut undicht geworden – eine weitere große Operation zu gefährlich gewesen. Kardiologie-Chefin Primaria Dr. Julia Mascherbauer entscheid sich für eine TAVI-Behandlung. Dabei wird eine neue Herzklappe über die Leistenarterie ins Herz eingesetzt. Nach zwei Tagen konnte Appenzeller das Spital verlassen.

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