Man hat sich zu Hause versehentlich ausgesperrt, oder die defekte Waschmaschine flutet die Wohnung – zwielichtige Handwerker nutzen solche Stresssituationen schamlos aus und verlangen Wucherpreise. Wie man sich gegen diese Abzocke schützen kann.
Es war der Klassiker: Ein Mann im Bezirk Krems trägt den Müll raus, die Tür fällt zu, der Schlüssel steckt innen. Ein im Internet gefundener Aufsperrdienst richtet das Malheur in fünf Minuten – und kassiert dafür die stolze Summe von 700 Euro! Ein Fall von vielen.
Zahl der Fälle steigt an
„Beschwerden über solche Vorfälle häufen sich derzeit“, berichtet Konsumentenschutz-Landesrätin Susanne Rosenkranz. Auch Haustürgeschäfte dubioser Handwerker, die Fassaden- und Pflastersteinreinigung anbieten, stehen im Frühjahr an der Tagesordnung.
Opfer unter Druck gesetzt
„Die Täter nutzen dabei aus, dass ihre Opfer meist in Stresssituationen sind“, erklärt Isabella Mittelstrasser vom Verein „Pro Konsument“. Sie weiß, worauf man im Fall des Falles achten sollte: Preis vor der Beauftragung festlegen, nicht unter Druck setzen lassen, keine Barzahlung, Rechnung verlangen, die Arbeitsschritte dokumentieren.
Die Expertin und die Landesrätin warnen vor der Suche nach Notdiensten im Internet: „Die ersten Angebote, die aufpoppen, sind oft bezahlte Anzeigen.“ Guter Tipp: Die Telefonnummern seriöser, regionaler Notdienste im Handy gespeichert haben.
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