Baustellen-Überblick

Langes Wochenende: Wo die größte Staugefahr droht

Steiermark
13.05.2026 05:00

Von Langzeitprojekten bis zu finalen Arbeiten: An etlichen neuralgischen Punkten des hochrangigen steirischen Straßennetzes wird derzeit gewerkelt. Mit dem langen Wochenende steht eine Belastungsprobe ins Haus. Auf Autobahnen und Schnellstraßen gilt Augen auf und durch, denn ausweichen ist meist auch keine Option.

Dem Wetter zum Trotz, werden sich am langen Wochenende zu Christi Himmelfahrt wieder die Blechlawinen Richtung Süden wälzen. Besonders am Mittwoch wird vielerorts Geduld gefragt sein, wenn sich Pendler- und Urlauberverkehr auf den Autobahnen und Schnellstraßen mischen. Gefühlte Hotspots sind dabei rund um Graz der Baustellenbereich bei Gleisdorf auf der A2 und der Abschnitt zwischen Webling und Schwarzlsee, wo die A9 auf sechs Kilometern Länge umfassend saniert wird.

Flaschenhals im Palten-Liesing-Tal
Doch die Asfinag hat eine andere Baustelle besonders im Blickfeld, die zum wahren Flaschenhals werden könnte: die zehn Kilometer zwischen Mautern und Traboch auf der Pyhrnautobahn, wo im Gegensatz zu den anderen Bauabschnitten nur ein Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung steht. „Das wird im Nord-Süd-Reiseverkehr sicher ein Nadelöhr werden“, gibt sich Michael Schneider, Asfinag-Experte für Verkehrsflüsse, keinen Illusionen hin.

Die steirischen Großbaustellen im Überblick
Die steirischen Großbaustellen im Überblick(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

Ausweichen auf das niederrangigere Netz ist hier keine Option, denn auch die Alternativrouten „sind in diesem Bereich hoch belastet“. Bis zum Hochsommer heißt es hier durchbeißen, erst in der Kern-Urlaubssaison will die Asfinag mehr Fahrstreifen öffnen. Insgesamt läuft das in vier Phasen aufgeteilte Großprojekt bis ins Jahr 2029.

Die Situation in Slowenien

Die größten Staufallen auf dem Weg ans Meer liegen auf der slowenischen A1 zwischen Laibach und Koper. Auch zwischen Marburg und Laibach gibt es Baustellen mit Staupotenzial, insbesondere im Nahbereich der beiden großen Städte. 

Ansonsten sieht sich der Autobahnbetreiber einigermaßen gerüstet für die Verkehrsmassen, hat man doch in fast allen großen Baustellenabschnitten in der Steiermark gleich viele Fahrstreifen eingerichtet wie im normalen Betrieb. Bei Gleisdorf hat man es möglicherweise „zu gut“ gemeint: Weil die A2 in diesem Bereich so breit ist, verfügt auch die verengte Verkehrsführung über eine recht komfortable Breite, was immer wieder zum Schnellfahren verleitet.

Gleisdorf: Gehäufte Unfälle wegen Gewöhnungseffekt
100 oder 110 km/h statt der erlaubten 80 sind hier keine Seltenheit, was auch eine Erklärung für die gehäuften Unfälle der vergangenen Monate sein könnte. „Anfangs gab es hier Probleme mit dem Gewöhnungseffekt“, sagt Schneider, „in den letzten Wochen läuft’s aber ganz gut.“ Schwierig sei weiterhin vor allem der Abendverkehr, „wo einfach viel zusammenkommt“.

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Am Mittwoch fallen Pendler- und Reiseverkehr zusammen. Die Verkehrsströme müssen sich verflechten. Wir empfehlen vor der Fahrt einen Blick in die Asfinag-App.

Michael Schneider, Abteilung für Verkehrs- und Netzmanagement bei der Asfinag

Bei Graz-West ist die Verflechtung der Verkehrsströme die größte Herausforderung – geografisch von A9 und A2 sowie zeitlich mit Pendler- und Reiseverkehr. Den Urlaubern empfiehlt Schneider, zeitlich flexibel zu bleiben und die aktuelle Lage im Auge zu behalten.

Lichtblicke bei Murbrücken und Mautstelle
Stichwort A2 bei Graz: Der Neubau der Murbrücken ist in seiner finalen Phase angelangt, im Juni erfolgt der Querverschub der südlichen Brücke. Auch am anderen Ende des Landes gibt es einen Lichtblick: Die Baustelle bei der Bosruck-Mautstelle auf der A9 soll im Juli abgeschlossen sein.

Einen signifikanten Einfluss der Koralmbahn auf den Urlauber- und Ausflügler-Verkehr habe man bisher noch nicht beobachtet, sagt Schneider. Das könnte sich in den nächsten Tagen ändern: Dann liegen die Asfinag-internen Verkehrszahlen für April vor, in die auch die erste Osterwoche im Zeitalter der neuen Hochleistungsverbindung einfließen wird.

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