Von Krieg bis Urlaub

Zwei Schüler stellen klar: „Angst haben wir keine“

Tirol
10.05.2026 15:00

Die Tiroler Magdalena Pranger (16) und Josef Fankhauser (18) gewähren Radio-U1-Moderator Vitus Amor ehrliche Einblicke in ihre Welt – zwischen Schule, Zukunft und Herausforderungen.

„Wie geht’s da?“ Diese Frage stellt Vitus Amor in seiner Radio-U1-Sendung seit 2024 Tiroler Persönlichkeiten. In Folge 25 sprechen zwei junge Menschen über das Leben aus ihrer Sicht: Magdalena Pranger (16) aus dem Gschnitztal – sie besucht die Landwirtschaftsschule in Rotholz – und Josef Fankhauser (18) aus Schwendau im Zillertal – er ist Schüler der Tourismusschule in Zell am Ziller. Die Sendung wurde bereits in der Vorwoche ausgestrahlt, morgen wird sie um 20 Uhr wiederholt.

Obwohl die Welt derzeit zusehends aus dem Gleichgewicht gerät – Stichwort unter anderem Kriege -, hat die 16-Jährige keine Angst vor der Zukunft. „Die ganzen Details, die man durch die Medien erfährt, regen einen schon zum Nachdenken an. Wird es zum dritten Weltkrieg kommen? Das weiß man nicht. Jedenfalls thematisieren wir das auch in der Schule“, sagt sie. Und Josef ergänzt: „Dass Österreich in eine Kriegssituation gerät? Darunter kann ich mir nicht viel vorstellen. Angst habe ich keine, aber auch ich denke über diese Inhalte vermehrt nach. Denn sie betreffen einen im Alltag immer mehr – etwa bei der heurigen Urlaubsplanung.“

Dass in Österreich ab 16 Jahren gewählt werden kann, finden beide gut. „Es ist eine super Sache, dass auch wir Jungen mitentscheiden dürfen, auch wenn wir immer in der Minderheit sind. Ich habe sogar schon mit dem Gedanken gespielt, später in die Politik einzusteigen – etwa einer Liste beitreten oder sogar Bürgermeister zu werden. Doch im Moment bin ich mir da nicht mehr so sicher, denn eigentlich läuft in der Politik viel falsch“, erklärt Josef. Magdalena hingegen steht der erste Urnengang noch bevor: „Mein Interesse für Politik ist nicht allzu groß.“

Große Vorhaben, wenn sie im Kanzleramt wären
Wenn die beiden jungen Tiroler morgen zur Bundeskanzlerin bzw. zum Bundeskanzler gewählt werden würden, was würden sie ändern? „Die Zuwanderung ist ein umstrittenes Thema. Rein theoretisch bin ich offen dafür, aber es soll nicht so sein, dass dadurch Vandalismus und Co. entsteht. Ausländer können zwar in Österreich sein, aber sie müssen sich komplett integrieren, anpassen und unsere Sprache lernen“, sagt die 16-Jährige. Änderungen zu tätigen, sei für Josef hingegen schwierig – „wegen dem Budgetloch, das Österreich derzeit hat“.

„Wie geht‘s da?“
Hier ist die Sendung zu hören

Die Sendung wird am Montag, dem 11. Mai 2026, um 20 Uhr bei Radio U1 Tirol wiederholt. Zudem kann sie jederzeit auch auf YouTube, Spotify, Apple Podcast sowie auf der Radio-U1-Tirol-Homepage nachgehört werden. Einfach auf den QR-Code klicken.

(Bild: Radio-U1-Tirol)

Einem möglichen Social Media-Verbot für Unter-14-Jährige stehen beide positiv gegenüber. „Das ist kein falscher Schritt. Denn mittlerweile sind die Sozialen Medien richtig gefährlich geworden“, betont der 18-Jährige. Und Magdalena ergänzt: „Für Instagram, TikTok und Co. muss man wirklich reif genug sein.“

Von der älteren Generation verstanden fühlen sie sich teilweise. „Was mich am meisten stört, ist, dass immer gesagt wird, die Jungen seien faul und dass alle in einen Topf geschmissen werden. Das ist nicht gerecht, weil es nicht stimmt“, gibt Josef ein Beispiel.

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