Einkaufen, Termine organisieren, den Überblick behalten: Die unsichtbare Denkarbeit wird für Frauen oft zur stillen Belastung. Wie die Aufgaben fair aufgeteilt werden können und warum wir Männer ins Boot holen müssen.
Wann müssen die Kinder das nächste Mal zum Zahnarzt? Nächste Woche darf ich nicht auf den Elternsprechtag vergessen! Ich muss noch Milch kaufen, sonst gibt’s morgen in der Früh keinen Kaffee
Organisation des Alltags und Koordination diverser Termine sind in vielen Haushalten auch heute noch Aufgabe der Frauen. Dieser so genannte „Mental Load“, also die unsichtbare Denkarbeit, kann aber schnell auch zu einer Belastung werden. Fehlende Unterstützung mündet in Frust, Streit und Unzufriedenheit in Beziehungen. Frauen fühlen sich oft alleine gelassen und überfordert.
Aufgaben sichtbar machen
„Bei diesem Glauben, dass für alles die Frau zuständig ist, handelt es sich aber um ein veraltetes Rollenbild“, sagt Verena Radlingmayer, Expertin für Emotionen. „Wir müssen die Männer ins Boot holen und diese Diskussion eröffnen“, ist die Expertin aus Wilfersdorf überzeugt.
Dazu gibt es verschiedene Methoden, wie mentale Last in Partnerschaften fair aufgeteilt werden kann: Gerade, wenn Kinder im Spiel sind, bleibt viel Denkarbeit bei den Müttern hängen. Fast automatisch sind sie für die Kommunikation mit Kindergarten, Schule und Vereinen zuständig. Dabei ist die Rolle der Väter nicht minder wichtig. Ein erster Schritt zur Aufteilung dieser Verantwortung sind die Angaben in diversen Kontaktformularen. Sind Väter beispielsweise auch im E-Mail-Verteiler der Schule oder der Eltern-Whats-App-Gruppe, liegt die Verantwortung zur Einhaltung von Terminen nicht mehr nur bei den Müttern, denn beiden stehen dieselben Informationen zur Verfügung.
Einen Beitrag, um die Denkarbeit sichtbar zu machen, leistet übrigens der Babyartikelhersteller MAM: Online gibt es einen Mental-Load-Pass zum Herunterladen, in dem genau diese alltäglichen Aufgaben – Termine organisieren, Blumen gießen, Einkaufen etc. – verschriftlicht sind. Dadurch werden die Arbeiten transparent und können fairer aufgeteilt werden.
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