Neun Jahre nach der letzten großen Befragung will Linz wieder wissen, wie es um Stimmung, Lebensqualität und Zukunftswünsche steht. 45.000 Einwohner wurden zufällig ausgewählt und zur Teilnahme eingeladen. Welche Themen diesmal im Fokus stehen – und warum die Ergebnisse politisch brisant werden könnten.
In Linz startet erneut eine groß angelegte Befragung der Bevölkerung. Zum sechsten Mal seit 1995 will die Stadt wissen, wie ihre Einwohner leben, denken und was sie sich für die Zukunft wünschen. Insgesamt 45.000 Menschen ab 16 Jahren wurden dafür per Zufall ausgewählt und erhalten ab heute, dem 5. Mai, eine persönliche Einladung per Post.
Teilnahme nur mit Zugangscode
Die Teilnahme ist bis 30. Juni möglich und erfolgt online. Jeder Brief enthält einen individuellen Zugangscode, damit der Fragebogen nur einmal ausgefüllt werden kann. Laut Stadt wird die Anonymität gewahrt: Die Antworten werden nicht einzelnen Personen zugeordnet und ausschließlich gesammelt ausgewertet. Unterstützung gibt es bei Bedarf telefonisch oder per E-Mail über den Magistrat.
„Wahrnehmung von großer Bedeutung“
Bürgermeister Dietmar Prammer betont die Bedeutung der Umfrage: „Die Meinung unserer Bürger und ihre Wahrnehmung der Wohn- und Lebensqualität sind sowohl für die Linzer Stadtverwaltung als auch für die Politik von großer Bedeutung.“ Neun Jahre nach der letzten Erhebung wolle man wieder ein aktuelles Stimmungsbild einholen.
Was abgefragt wird
Im Mittelpunkt stehen rund 40 Themenblöcke. Gefragt wird unter anderem nach der Zufriedenheit mit dem eigenen Wohnumfeld, der Verkehrssituation und dem Sicherheitsgefühl. Auch Nahversorgung, Grünflächen und soziale Infrastruktur spielen eine Rolle. Ein besonderer Fokus liegt diesmal auf Zukunftsfragen: Wohnraumbedarf in einer wachsenden Stadt, Parkmöglichkeiten, Umwelt- und Klimaschutz sowie die Bereitschaft zur Mitgestaltung.
Die Stadt Linz ist in den vergangenen Jahren gewachsen, was den Druck auf Wohnraum und Infrastruktur erhöht hat. Entsprechend will die Umfrage auch klären, wie neue Wohnungen geschaffen werden sollen und welche Anforderungen dabei wichtig sind.
Vergleich mit früheren Jahren
Ein Teil der Fragen entspricht früheren Befragungen. So sollen Entwicklungen über die Jahre sichtbar werden. Bei der letzten großen Erhebung im Jahr 2017 nahmen mehr als 10.000 Menschen teil. Damals standen ähnliche Themen im Fokus, ergänzt um Fragen zu Bildung und Arbeitsmarkt.
Appell zur Beteiligung
Die Ergebnisse der aktuellen Befragung sollen im Herbst veröffentlicht werden. Sie dienen der Stadtverwaltung und der Politik als Grundlage für künftige Entscheidungen. Prammer appelliert daher an die ausgewählten Teilnehmer, sich zu beteiligen: „Je mehr Menschen sich beteiligen, desto genauer lassen sich Bedürfnisse erkennen und Maßnahmen weiterentwickeln.“
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