Am Speiserberg in St. Florian in Oberösterreich stellte sich ein neuer Pächter seinen Gästen vor. Die „Buchbinderei“ will „leistbaren Luxus“ bieten. Mit ehrlicher Hausmannskost, so Konstantin Kerschbaum.
Am Florianitag war es endlich so weit: Während der Schutzpatron persönlich vermutlich schmunzelnd vom Himmel auf die Stiftsgemeinde St. Florian herabblickte, wurden den Gästen vor der „Buchbinderei“ Bosna mit Wildbratwürsten gereicht. Nur zum Kennenlernen, denn Konstantin Kerschbaum eröffnet offiziell erst am 12. Mai. Am Freitag dürfen der Bürgermeister, Probst Klaus Sonnleitner und weitere Promis die Köstlichkeiten des gebürtigen Niederösterreichers testen – der Probst persönlich soll dem Haus seinen Segen mitgeben. Da kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen! Dabei hatte das Haus durchaus Geduld geübt.
Rund eineinhalb Jahre stand es leer, während Verwalter Nikolaus Spiegelfeld auf der Suche nach dem passenden Pächter war. Eine Suche, die durchaus ihre Prüfungen kannte und gezeigt hat, dass Gastronomie manchmal mehr Krimi als Kochbuch ist. Denn jener Mann, der damals das Restaurant übernehmen wollte, entpuppte sich als Krimineller, saß wegen schweren Betrugs in U-Haft.
Neues Kapitel mit guter Hausmannskost
Doch jetzt scheint klar: Das Kapitel ist umgeblättert, das neue gebunden. Denn das Lokal trägt den Namen „Zur Buchbinderei“. Ein Name mit Geschichte: Vor Hunderten Jahren wurde in den denkmalgeschützten Mauern tatsächlich gebunden, geklebt und gepresst. Nun soll vorzüglich geschmaust werden. Kerschbaum spricht von „leistbarem Luxus“ – und das meint er ernst. „Ich brauche keinen Hummer und keinen Kaviar“, sagt er, „man kann auch die Krebse aus der Traun verarbeiten.“
Die Speisekarte spiegelt das wider. Es gibt faschierte Leibchen mit Kartoffelpüree, Spinat-Bärlauchknödel mit brauner Butter, gegrillter Schweinebauch oder gefüllte Paprika.
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