NÖ als Vorreiter

Energiegewinn mit der Kraft der Sonne

Niederösterreich
03.05.2026 13:00

100.000 Niederösterreicher setzen jetzt auf Sonnenstrom. Pünktlich zum heutigen „Tag der Sonne“ punktet das weite Land mit einem beeindruckenden solaren Energie-Rekord.

Es ist in der Tat eine blühende Offensive, die auf das Doppelte wie noch vor einem Jahr gewachsen ist. Denn insgesamt wurden im April bereits mehr als 1920 Energiegemeinschaften mit 100.000 Solarpionieren gezählt. Sie alle verfolgen dieselbe sanfte Idee: Strom dort erzeugen, nutzen und teilen, wo die Menschen leben. Direkt vor Ort also!

Für Landesrat Stephan Pernkopf ist das ein starkes Signal für mehr blau- und im wahrsten Sinne des Wortes gelbe Unabhängigkeit: „Diese Ökobündnisse machen das Leben für jeden Einzelnen sorgloser und Niederösterreich unabhängiger von fossilen Quellen.“

Die symbolische Marke wurde in der Energiegemeinschaft „Zukunftsraum Thayaland“ erreicht. Dort produzieren inzwischen 540 Mitglieder gemeinsam Sonnenstrom. Die Photovoltaik-Anlagen liefern bereits sechs Megawatt Leistung. Der Strompreis liegt bei 7,9 Cent pro Kilowattstunde, eingespeister Strom wird mit 7,4 Cent vergütet.

Blühende Offensive im weiten Land mit Sonnenkraft
Blühende Offensive im weiten Land mit Sonnenkraft(Bild: Georg Wastl)

Nachfrage nach nachhaltiger Energie
Bürgermeister Josef Ramharter aus Waidhofen an der Thaya sieht darin ein Modell mit Zukunft: „Immer mehr Menschen wollten regionalen und sauberen Strom statt Abhängigkeit von internationalen Märkten“. Betreut werden viele dieser Projekte von der Energie.Zukunft Niederösterreich. Geschäftsführer Bernhard Karnthaler stellt fest, dass die Nachfrage nach regionaler und nachhaltiger Energie förmlich in den Himmel wachse: „Bereits mehr als 200 Energiegemeinschaften werden von uns betreut. Wir sind in mehr als 350 Gemeinden aktiv.“

Die Ökopioniere Karnthaler, Ramharter, Pernkopf und Jakob Weigl, ein Betreuer in der Energie- ...
Die Ökopioniere Karnthaler, Ramharter, Pernkopf und Jakob Weigl, ein Betreuer in der Energie- und Umweltagentur (v.li.)(Bild: NLK Filzwieser)

Auch bei der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich laufen die Leitungen heiß: Rund 40 Beratungen pro Woche drehen sich mittlerweile um Gründung, Einstieg und Umsetzung dieses einzigartigen Modells des Ökostrom-Sharings.

Kritik kommt von den Roten
Einen Ausbau der Sonnenenergie samt Ausbau von Speichermöglichkeiten fordert hingegen Landesrat Sven Hergovich (SPÖ): „Die Sonne schickt keine Rechnung – viele Menschen kämpfen trotzdem mit hohen Energiekosten. Genau deshalb brauchen wir eine konsequente Umsetzung des Energie-Kapitels im NÖ-Plan: mehr Sonnenenergie, mehr Unabhängigkeit und vor allem faire Preise.“

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