Do, 21. Juni 2018

Nahost-Konflikt

16.07.2014 14:36

Erdogan wirft Israel "Hitler-Mentalität" vor

Im aktuell wieder aufgeflammten Konflikt im Gazastreifen hat jetzt der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan mit einer Provokation gegen Israel aufhorchen lassen: Er verglich die Einstellung israelischer Politiker gegenüber den Palästinensern mit dem Gedankengut der Nationalsozialisten. "Wo ist der Unterschied zwischen dieser Mentalität und Hitler?", fragte Erdogan laut türkischen Presseberichten von Mittwoch. Der UNO warf der in Europa ohnehin umstrittene Premier zugleich "völliges Versagen" vor.

Die rechte Knesset-Abgeordnete Ayelet Shaked hatte zuvor die palästinensischen Zivilisten als legitime Ziele von Angriffen bezeichnet. Erdogan warf Israel bei einer Rede vor Abgeordneten der regierenden AKP daraufhin "Staatsterror" vor und kritisierte, die Weltgemeinschaft schweige zum Vorgehen Israels.

Erdogan: "Niemand außer uns fordert ein Ende der Gewalt"
Der Ministerpräsident warf den Vereinten Nationen völliges Versagen in der Gaza-Krise vor. Er selbst spreche als Einziger diese Wahrheiten offen an - deshalb sei er international auch "unbeliebt", sagte Erdogan. "Israel verübt weiter Staatsterror in der Region. Niemand außer uns fordert ein Ende" der israelischen Gewalt, sagte er.

Neuanfang Israel-Türkei "derzeit undenkbar"
Eine rasche Normalisierung der Beziehungen mit Israel schloss Erdogan wegen der Gewalt in Gaza aus. Die Türkei hatte ihre Kontakte zu Israel nach dem Tod von neun türkischen Gaza-Aktivisten bei der Erstürmung des türkischen Schiffs "Mavi Marmara" durch Israel auf ein Minimum reduziert. Gespräche über einen Neuanfang machten laut Erdogan in jüngster Zeit gute Fortschritte. Da Israel bei seinen Angriffen in Gaza jedoch unschuldige Menschen töte, sei dieser Neuanfang derzeit undenkbar.

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