Mi, 20. Juni 2018

Tote und Verwüstung

16.07.2014 16:06

Taifun "Rammasun" wütet auf den Philippinen

Der Taifun "Rammasun" hat auf den Philippinen mindestens 25 Menschen in den Tod gerissen. Der Wirbelsturm zog am Mittwoch über den Nordosten des Inselstaats. Windböen von bis zu 170 Stundenkilometern verwüsteten Landstriche und lösten schwere Überschwemmungen aus.

Tausende Bäume und Strommasten knickten um, Straßen wurden verschüttet und Millionen Menschen waren ohne Strom, wie der Katastrophenschutz mitteilte. Einige der Opfer wurden von umstürzenden Bäumen und Wänden erschlagen, andere ertranken in angeschwollenen Flüssen oder wurden vom Blitz getroffen. Mehr als 420.000 Menschen in den östlichen Provinzen der Philippinen hatten aus Angst vor "Rammasun" ihre Häuser verlassen.

In der zwölf Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt Manila kam das öffentliche Leben zum Stillstand. Schulen wurden geschlossen, auch die Börse stellte den Handel ein. Vier Stunden lang tobte der Sturm über der Hauptstadt. Der Flughafen in Manila war stundenlang geschlossen, etwa 250 Flüge fielen aus. Küstennahe Stadtteile wurden teils überflutet.

Sturm nimmt Kurs auf Vietnam
Entwurzelte Bäume, umgerissene Straßenlaternen sowie herabgestützte Wellblechdächer und Straßenschilder versperrten Rettungsdiensten den Weg. Nach Angaben der Wetterbehörde soll der Taifun bis Donnerstag die Philippinen verlassen und Kurs auf Vietnam nehmen.

Die wichtigsten Aufgaben der Helfer seien nun, die Menschen zu versorgen sowie Strom- und Telekommunikationsverbindungen funktionstüchtig zu machen, sagte ein Sprecher von Präsident Benigno Aquino. Es werde etwa drei Tage dauern, bis die Stromversorgung im Osten des Landes wiederhergestellt sei, sagte Energieminister Jericho Petilla.

Inselstaat besser vorbereitet als bei "Haiyan"
Im Gegensatz zu früheren Sturmkatastrophen waren die Philippinen diesmal besser vorbereitet. Die Behörden hatten die Bewohner vorgewarnt. Vielen sind die schrecklichen Bilder von Tacloban und Umgebung weiter südlich noch in Erinnerung, wo der Taifun "Haiyan" im November verheerende Schäden anrichtete. Damals unterschätzten Behörden und Bewohner die Sturmfluten, die teils Hunderte Meter ins Land rollten. Mehr als 6.200 Menschen kamen ums Leben, Hunderttausende Häuser wurden zerstört. Vier Millionen Menschen verloren ihre Häuser.

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