
Sie haben nie Tageslicht gesehen, nie Geborgenheit gespürt – doch jetzt sollen sie diese Chance bekommen! 41 Laborratten wurden aus Versuchseinrichtungen gerettet und dürfen neu anfangen. Ein bewegendes Zeichen am heutigen „Tag zur Abschaffung der Tierversuche“.
Im Tierschutzhaus Vösendorf ist derzeit leises Rascheln zu hören – und ganz viel Hoffnung. 19 der insgesamt 41 geretteten Laborratten aus einer oberösterreichischen Einrichtung sind bereits angekommen, weitere folgen in den nächsten Wochen. Hinter ihnen liegen Monate, oft Jahre im Dienst der Forschung.
Vor ihnen: die Chance auf ein liebevolles Zuhause. Schon jetzt leben hier über 100 ehemalige Versuchstiere – jedes einzelne ein kleines Wunder. „Diese Tiere sind Überlebende eines Systems, das längst Alternativen hätte“, erklärt Martin Aschauer von Tierschutz Austria.
Tatsächlich stehen diese Ratten stellvertretend für Millionen Tiere weltweit, die jedes Jahr im Labor leiden und sterben. Ihr Schicksal bleibt meist unsichtbar – ihre Rettung zeigt nun, was möglich ist, wenn man handelt.
Vom „Versuchstier“ zum Haustier
Was für viele unvorstellbar klingt, wird in Vösendorf täglich Realität. „Wer ihnen Zeit gibt, wird überrascht sein, wie zutraulich sie werden“, sagt Tierheimleiter Stephan Scheidl. Mit Geduld und Zuwendung entwickeln die Tiere Vertrauen – und zeigen Persönlichkeiten, die berühren.
Besonders scharf kritisiert Tierschutz Austria weiterhin Tierversuche für Schönheitsprodukte. Ein Beispiel: Botox. Obwohl es längst alternative Testmethoden gibt, werden noch immer Tiere eingesetzt, um die Giftigkeit des Wirkstoffs zu prüfen. Ein Umstand, der für viele unverständlich ist – schließlich geht es hier oftmals nicht um lebensrettende Medizin, sondern um Ästhetik.
Schluss mit Tierleid für Schönheit
Die Forderung von Tierfreunden ist klar: Künftig sollen nur noch Botox-Produkte zugelassen werden, die nachweislich ohne Tierversuche hergestellt wurden. „Wenn Alternativen existieren, gibt es keine Ausrede mehr“, so Aschauer. Für die 41 geretteten Ratten kommt diese Einsicht vielleicht spät – doch für viele andere könnte sie den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.
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